VW-Skandal: Das können getäuschte Kunden tun

Eine Information des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V.

VW-Skandal: Das können getäuschte Kunden tun
Deutscher Verbraucherschutzring e.V.

1. Oktober 2015. Die von VW getäuschten Autobesitzer sollen vor Gericht gemeinsam Schadensersatz erstreiten können. Diese Überlegung werde vom Bundesjustizministerium geprüft, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS).

Von der manipulierten Software sind Fahrzeuge von VW, Skoda, Seat und Audi betroffen. Deutschlandweit soll es sich dabei um über 2,8 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge handeln. Die Dieselmotoren mit 1,6- und 2-Liter Hubraum tragen die Bezeichnung: Typ EA 189 (Motornummer). In Amerika wurden mittlerweile schon über 40 Sammelklagen gegen Volkswagen eingereicht, auch in Deutschland wollen die ersten Kunden ihre Schadensersatzansprüche geltend machen. Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS ( www.dvs-ev.net ): “Wenn ein gekauftes Auto nicht die Beschaffenheit hat, die der Verkäufer verspricht, hat der Kunde Ansprüche auf Schadensersatz. Schließlich hätten viele die entsprechenden Fahrzeuge nicht gekauft, wenn sie die tatsächlichen Abgaswerte gekannt hätten.” Schadensersatz sei grundsätzlich möglich. Allerdings werde man diese gegen den Hersteller geltend machen müssen, da der Händler im Zweifel von der Manipulation selbst nichts gewusst habe.

Ab dem Kenntnisstand über die falschen Werte hat der Kunde nun das Anrecht auf Nacherfüllung. Die Nacherfüllung, die man grundsätzlich gewähren muss, könnte aber Folgen nach sich ziehen, die der Kunde nicht möchte. Wenn die Abgasreinigung richtig funktioniert, wird das Fahrzeug weniger Leistung und einen höheren Verbrauch haben. “Grundsätzlich muss der Käufer dem Verkäufer eine Frist zur Nacherfüllung geben. Allerdings kann ich mir persönlich auch vorstellen, dass man vom Kauf zurücktreten könnte. Das Auto kommt wieder zum Händler, der erstattet den Kaufpreis abzüglich des Wertersatzes für die gefahrenen Kilometer”, so die DVS-Geschäftsführerin. Natürlich könne man auch über eine Minderung nachdenken. Soll heißen, der Kunde behält das Fahrzeug und verlangt einen Teil des Kaufpreises zurück. “In diesem Fall muss der Mangel, anders als beim Rückritt, nicht erheblich sein”, erklärt Vollmann.

Das Bundesjustizministerium prüft gerade die Möglichkeit einer Sammelklage in Deutschland. So sollen Geschädigte leichter Klarheit über ihre Ansprüche bekommen. Künftig sollen in Deutschland Musterfeststellungsklagen möglich werden.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)

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Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen betrügerische Unternehmen durchzusetzen.

Der DVS bündelt unter anderem die Interessen geschädigter Kapitalanleger und setzt diese gegen die schädigenden Unternehmen durch. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen.

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Crowdfunding finanziert erstmals Sammelklage

Prozessfinanzierungsfirma metaclaims bereitet erste Sammelklage gegen Santander Consumer Bank auf Rückzahlung von Kreditbearbeitungsgebühren vor. Durch Crowdfunding soll Teilnehmerzahl von 300 auf 1000 gebracht werden. Bisher größte deutsche Sammelklage möglich.

Crowdfunding finanziert erstmals Sammelklage
metaclaims Firmenlogo

Bremen, den 29.10.2013 Die auf Sammelklagen spezialisierte Bremer Prozessfinanzierungsfirma metaclaims GmbH ruft auf zum bundesweit ersten Crowdfunding-Projekt für eine Sammelklage.

Die Crowd-Finanzierung fließt einer Sammelklage gegen die Santander Consumer Bank zu, der bereits 300 Teilnehmer beigetreten sind. Die Teilnehmer fordern über metaclaims die an den größten unabhängigen Fahrzeugfinanzierer gezahlten Kreditbearbeitungsgebühren zurück. Durchschnittlich haben die Teilnehmer 500 EUR Bearbeitungsgebühren für zumeist KFZ-Kredite bezahlt. Bislang haben zahlreiche Oberlandesgerichte die Bearbeitungsgebühren diverser Banken für ungültig erklärt, so dass Verbraucherschutzverbände längst dazu raten, die zu Unrecht abgerechneten Kosten gerichtlich geltend zu machen. metaclaims führt bereits eine Sammelklage gegen die Targobank und die Deutsche Bank. Die Sammelklagen werden u.a. vom Verbrauchermagazin WISO im Internet empfohlen. “Die Banken zahlen in der Regel nämlich nur dann, wenn sie auf dem Klagewege gezwungen werden”, so metaclaims-Geschäftsführer und Crowdfunding-Initiator Sven Hezel, der auch u.a. für mehr als 400 Teilnehmer eine erfolgreiche Sammelklage gegen einen regionalen Gasversorger wegen überzahlter Gaspreise durchgeführt hat. Mit diesen Sammelklagen soll Verbrauchern so unkompliziert und günstig wie nie zu ihrem Recht verholfen werden.

Bis zum 26.11.2013 können für das Projekt unter www.sammelklage1000.de Beiträge abgegeben werden. “Mit einem Beitrag von 23,55 EUR kann rechnerisch je einem weiteren Betroffenen die Teilnahme an der Sammelklage ermöglicht werden. “, erklärt Hezel das Crowdfunding; “ohne Crowdfunding ist bei 300 Teilnehmern aus Gründen des Risikomanagements leider Schluß”. Er rechnet damit, dass das Crowdfunding-Projekt allein deshalb beliebt sein wird, weil die Banken zu Recht so unbeliebt seien. Es sei doch “eine einfache Art, sich gegen die Arroganz der Banken zu stellen, ohne sich als Occupist vor deren Hauptsitz stellen zu müssen”. Die Unterstützung der Crowd könnte die Sammelklage von metaclaims zur größten ihrer Art machen. Das Potential ist vorhanden. Denn die Santander Consumer Bank hat nach eigenen Angaben rund 6,5 Millionen Kunden.

Zum Unternehmensprofil von metaclaims:
Die metaclaims Sammelklagen Finanzierungsgesellschaft mbH ist eine vom Bremer Rechtsanwalt Sven Hezel im Jahr 2010 gegründete und geführte Prozessfinanzierungsgesellschaft, die sich auf Sammelklagen spezialisiert hat. metaclaims sammelt und übernimmt Verbraucherforderungen, um diese treuhänderisch einzuklagen. Dadurch werden Verbraucher von den Strapazen und Kostenrisiken befreit, die mit dem Einklagen von Kleinforderungen verbunden sind und die einer Einzelperson oft untragbar erscheinen. metaclaims ist zugelassener Rechtsdienstleister gem. RDG.

Prozessfinanzierungs- und Rechtsdienstleistungsgesellschaft

Kontakt:
metaclaims Sammelklagen Fin. GmbH
Sven Hezel
Am Wall 171
28195 Bremen
0421-52279851
postmaster@metaclaims.com
http://www.sammelklage.org

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