VFUKS-Aktionswoche in Stuttgart: Freie Kita-Träger fordern mehr Freiräume zur Umsetzung innovativer Ideen

Kitas der Zukunft: Ist mehr vom Gleichen richtig? Oder brauchen wir ganz neue Konzepte? Um diese Fragen ging es bei der Abschlussdiskussion der Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) am 7. März 2016. In 15

VFUKS-Aktionswoche in Stuttgart: Freie Kita-Träger fordern mehr Freiräume zur Umsetzung innovativer Ideen
Die VFUKS-Vorstandsvorsitzende Waltraud Weegmann begrüßt zur zweiten VFUKS-Aktionswoche. (Bildquelle: VFUKS)

Kitas der Zukunft: Ist mehr vom Gleichen richtig? Oder brauchen wir ganz neue Konzepte? Um diese Fragen ging es bei der Abschlussdiskussion der Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) am 7. März 2016. In 15 Einzelveranstaltungen hatten sich im Verlauf der Woche mehrere hundert Eltern sowie Fachleute aus Kitas und von Trägern über aktuelle Themen der Frühpädagogik informiert und Einrichtungen der VFUKS-Mitglieder kennengelernt.

Mit einer großen kitapolitischen Diskussionsrunde ging am vergangenen Montag (7. März 2016) die zweite Aktionswoche des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) zu Ende. Die anwesenden Politikerinnen und Politiker aus Kommune und Land waren sich in Bezug auf die wichtige Rolle freier Kita-Träger weitgehend einig. “Von diesen Trägern erwarten wir Innovationen”, hieß es. Die Landesregierung in Baden-Württemberg habe bereits viele Impulse aufgegriffen und positive Veränderungen auf den Weg gebracht, so dass das Land heute bei der Betreuungsqualität in den Kitas bundesweit an der Spitze stehe. Auch mit einer dualen Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gehe Baden-Württemberg sehr erfolgreich neue Wege.

“Wir benötigen Ermessensspielräume”

Die Vertreterinnen und Vertreter des VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V. sowie des Verbands freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart (VFUKS) bemängelten jedoch fehlende Freiräume: “Umfangreiche Verwaltungsvorschriften machen es sehr mühsam, neue Ideen und Konzepte umzusetzen”, sagte die VFUKS-Vorstandsvorsitzende Waltraud Weegmann. “Ich habe große Zweifel, ob unter den heutigen Rahmenbedingungen noch ein großer, neuer pädagogischer Wurf, wie zum Beispiel einst die Waldorfpädagogik, möglich wäre.” Hermann Hasenfuß vom VPK-Bundesverband bestätigte: “Viele Mitglieder aus unserem Verband sagen, dass sie sich von den Landesjugendämtern gegängelt fühlten. Wir benötigen eine neue Kultur des Vertrauens, die den Trägern Ermessenspielräume zugesteht.”

“Ich fordere eine positive Diskriminierung!”

Detlef Diskowski, ehemaliger Referatsleiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, beschrieb in seinem Impuls-Referat, was gemeint ist, wenn es um neue Ideen für die Kindertagesbetreuung in Deutschland geht. “Wir neigen dazu in immer den gleichen Schemata zu denken, doch die Zukunft ist nicht die Gegenwart in XXL.” Er forderte, die Lebenssituationen der Kinder und Familien genauer zu betrachten und individuellere Lösungen zu finden. Zum Beispiel sei es fraglich, ob für Kinder mit Fluchterfahrung eine Betreuung in einer Kita im Einzelfall der richtige Weg sei. Grundsätzlich gelte: Dort wo es besonderen Unterstützungsbedarf gebe, dort müsste mehr Geld fließen, es müssten die besten Fachleute aktiv werden und eine optimale Ausstattung sichergestellt sein. “Ich fordere eine positive Diskriminierung”, sagte er. “Aus Studien wissen wir, dass der Einfluss des Elternhauses auf Kinder etwa doppelt so groß ist, wie der der Kita. Wenn die Einrichtungen für Mädchen und Jungen, die zu Hause wenig Anregungen bekommen, etwas bewirken sollen, müssen sie sehr sehr gut sein.”

Kitas zu Kinder- und Familienzentren weiterentwickeln

Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch, die die Schirmherrschaft für die Veranstaltungswoche übernommen hatte, betonte in ihrem Grußwort den eigenständigen pädagogischen Auftrag von Kindertagesstätten “auf Augenhöhe mit Schulen”. Ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung von Kitas sei deren Ausbau zu Kinder- und Familienzentren. Dort soll es Beratungs- und Gesprächsangebote geben, die über die klassische Elternarbeit hinausgehen.

Aktionswoche mit 15 Einzelveranstaltungen

Im Verlauf der Aktionswoche stellten die elf Träger des VFUKS, die in ihren 45 Einrichtungen rund ein Drittel aller Kita-Kinder in Stuttgart betreuen, mit 15 Vorträgen, Gesprächsrunden, Führungen und Workshops aktuelle Themen der Frühpädagogik zur Diskussion und präsentierten ihre Häuser. Insgesamt nutzten mehrere hundert Eltern sowie Fachleute aus der Frühpädagogik die Angebote. Ein gemeinsames Motto zog sich als roter Faden durch die Veranstaltungen. Es lautete: “Freiraum geben, Werte vermitteln und Grenzen setzen – Kinder stärken für die Zukunft”.

Nähe herstellen – Werte leben

Professorin Dörte Weltzien von der Evangelischen Hochschule in Freiburg ging in ihrem Eröffnungsvortrag auf die Bedeutung von Interaktion in der Kita ein. Sie unterstrich, wie wichtig ein dialogisch orientierter, von Akzeptanz, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen geprägter Austausch mit Erwachsenen sei, damit Kinder ein positives Selbstbild entwickeln könnten. Erzieherinnen und Erzieher sollten sich daher Zeit für intensive Gespräche mit den Kindern nehmen, in denen sie zusammen ungestört in ein Thema “eintauchen”. Um dies im hektischen Kita-Alltag gut umsetzen zu können, sei es hilfreich, wenn sich die Teammitglieder dafür gegenseitig den Rücken freihielten.

Im Verlauf der Woche konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema unter anderem in folgenden Einzelveranstaltungen weiter verfolgen:

Philosophieren mit Kindern

Unter dem Titel “Die Gedanken sind frei” ging es in einer Veranstaltung im element-i-Kinderhaus “Energiebündel” der Kinder in Stuttgart gGmbH um das Philosophieren mit Kindern. Der Referent rief dazu auf, Kinder auf ihren Erkenntniswegen zu begleiten, statt sie mit Erwachsenwissen zu belehren. Er machte dies unter anderem an diesem Beispiel anschaulich: Ein Kind fragte, wie lange es die Welt schon gebe und beantwortet sich die Frage selbst: fünf Jahre! Denn so lange sei es ja schon da. Später fiel ihm ein, dass es die Welt schon länger geben müsse, da ja der Erzieher älter sei. Zusammen stellten sie fest, dass die Welt also mindestens schon 31 Jahre alt sein müsse. Allerdings, so merkten sie, hätten sie ja noch Eltern und Großeltern, die deutlich älter seien…

Berührung mit Respekt

Im Kinderzentrum Kunterbunt bei Mahle ging es um das Thema “Berührung mit Respekt”. Die Referentin berichtete über die Bedeutung von Berührungen für den Beziehungsaufbau. Zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern reflektierte sie jedoch auch darüber, wann Menschen Berührung als unangenehm oder unangemessen empfinden. Abschließend erklärte sie, wie sich Geschichten durch (respektvolle) Berührungen begleiten lassen – so könnte zum Beispiel die Hand der Erzieherin oder des Erziehers als Schnecke über den Rücken des Kindes kriechen.

Sich die Welt malend und zeichnend aneignen

Eine Veranstaltung der Kita Himmelwerk der Werkids widmete sich dem künstlerischen Ausdruck. Kinder eigneten sich die Welt auf kreative Weise an, erläuterte die Referentin. Dabei gehe es den Jungen und Mädchen vor allem um den Schöpfungsprozess – weniger um das Produkt. Interessant ist, dass die Art, wie Kinder malen und zeichnen, typische Phasen durchläuft, die bei allen in vergleichbarer Weise ablaufen. Eltern und Kinder, die die Kita besuchten, konnten sich gleich selbst künstlerisch betätigen, indem sie mit einer Wasserpistole Farbe auf Leinwände spritzten.

“Willkommen!”

Die educcare Bildungskindertagesstätte in Stuttgart-Zuffenhausen stellte ihr Projekt “Willkommen! Gelebte Vielfalt in der Kita” vor. Den Zuzug von Flüchtlingen zum Anlass nehmend, macht das Projekt den Mädchen und Jugend deutlich, dass es unterschiedliche Länder und Kulturen gibt und Menschen verschiedene Hautfarben haben. Nicht nur die Kita-Kinder auch deren Eltern sind in die Projektarbeit eingebunden.

Weitere Informationen und Bilder unter: www.vfuks.de

Der Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten (VFUKS) vertritt die Interessen von Stuttgarter Kindertagesstätten, die vor Ort insgesamt rund 2.300 Betreuungsplätze anbieten. Alle Mitglieder des Verbandes zählen zu den sogenannten Sonstigen Freien Trägern, das bedeutet, dass diese weder der Stadt noch den beiden Kirchen direkt angehören.

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Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig

element-i-Bildungsstiftung lobt den KitaStar 2016 aus

Ganztagsbetreuung - ausgewogen und vielfältig

Ganztagsbetreuung wird in Krippen und Kitas zunehmend zum Standard. “Ist das nur positiv? Welche Erfahrungen und Möglichkeiten bleiben Kindern dabei vorenthalten?”, fragt die element-i-Bildungsstiftung. Für den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar 2016 zum Thema “Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig” sucht sie Kindertagesstätten mit Ganztagsbetreuungskonzepten, die bewusst Qualitäten aus anderen kindlichen Lebenswelten integrieren. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro sowie Sachpreisen dotiert. Weitere Informationen unter: www.element-i-bildungsstiftung.de

Stuttgart (eos) – Immer mehr Kinder verbringen einen großen Teil ihrer wachen Zeit in Krippen oder Kindertagesstätten. Sie leben zunehmend in einer institutionalisierten und pädagogisierten Welt. Dort finden sie idealerweise eine kindgerechte, bildungsfördernde Umgebung vor. Sie spielen in einer vertrauten Kindergruppe und treffen auf Erzieherinnen sowie Erzieher, die sie genau beobachten, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und sie feinfühlig in ihren Lernprozessen begleiten. Das hört sich ideal an. Doch hat der familiäre und nachbarschaftliche Alltag nicht ebenfalls Qualitäten? Bleiben diese Möglichkeiten nicht zumindest teilweise auf der Strecke? Denn wie geht in der Kita “die Tür hinter sich zumachen und einfach mal gammeln”? Muss “mit den Nachbarskindern draußen spielen” ausfallen? Was passiert mit Sportunterricht im Verein oder individuellen Flöten- und Geigenstunden? Wo treffen Kinder noch Erwachsene, die die Welt mit nicht-pädagogischen Augen sehen?

Ganztagsbetreuung neu denken
Die element-i-Bildungsstiftung sucht Kita-Träger bzw. -Teams, die sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und die Konzeption für ihre Ganztagsbetreuung entsprechend gestaltet haben. “Wir sind neugierig auf Konzepte, die Qualitäten anderer kindlicher Lebenswelten integrieren, so dass sie in einer Ganztagskita-Kindheit nicht verloren gehen”, sagt Patricia Beißwinger von der element-i-Bildungsstiftung. “Der Kita-Innovationspreis KitaStar steht 2016 daher unter dem Motto “Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig”.”

Bis 30. April 2016 bewerben
Die Projektkoordinatorin stellt klar: “Wir wissen, dass dieses Thema herausfordernd ist und es in der Fachwelt bislang wenig diskutiert wird. Der Fokus der Aufgabenstellung liegt daher auf der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten. Eine Umsetzung muss noch nicht erfolgt sein.” Beteiligen können sich alle Einrichtungen, die Kinder bis zu zehn Jahren betreuen. Den Bewerbungsbogen finden Interessierte unter: www.element-i-bildungsstiftung.de Bewerbungsschluss ist der 30. April 2016.

Mitmachen lohnt sich
Der KitaStar in Gold ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnungen in Silber und Bronze können sich über attraktive Sachpreise im Wert von 1.000 bzw. 500 Euro freuen. Die Stiftung verleiht die Preise im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung “Invest in Future” (18./19. Oktober 2016) in Stuttgart. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten dort die Möglichkeit, ihre Konzepte einem Fachpublikum zu präsentieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum KitaStar gibt es unter www.element-i-bildungsstiftung.de oder www.invest-in-future.de Patricia Beißwinger vom Projekt KitaStar ist unter 0711 – 656960-6922 oder Patricia.Beisswinger@konzept-e.de erreichbar.

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfältigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhängig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, Kreativität und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft für ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender Pädagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den knapp 40 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jährlich den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future verliehen.

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Invest in Future 2015: Richard David Precht forderte Bildungsrevolution

Invest in Future 2015: Richard David Precht forderte Bildungsrevolution
Prof. Richard David Precht auf dem Zukunftskongress für Bildung und Betreuung Invest in Future. (Bildquelle: Konzept-e)

Was macht Kinder stark und befähigt sie ihr Leben und die Gesellschaft künftig positiv zu gestalten? Über 60 Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen gaben während des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung “Invest in Future” in Stuttgart interessante Denkanstöße zu dieser und ähnlichen Fragen. Die Teilnehmenden erfuhren einen zentralen Zukunftstrend ganz unmittelbar: Vielfalt und Unübersichtlichkeit nehmen zu. Die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu bewerten und daraus einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, ist gefragter denn je.

Ein Feuerwerk an Ideen und Praxisimpulsen nahmen rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Pädagogik vom diesjährigen Zukunftskongress für Bildung und Betreuung “Invest in Future” (19./20. Oktober 2015) mit. Eröffnungsredner Professor Richard David Precht, Philosoph und Bestsellerautor, sagte: “Wer die Gegenwart schlicht “hochrechnet”, um sich eine Vorstellung von der Zukunft unserer Gesellschaft zu machen, begeht einen Fehler. In 20 Jahren wird unsere Welt – vor allem durch eine fortschreitende Digitalisierung – kaum wiederzuerkennen sein.” Die Unübersichtlichkeit werde zunehmen: “Es wird immer mehr Möglichkeiten und weniger Sicherheit geben.” Auf die Herausforderung damit umzugehen, bereite das bestehende Bildungssystem die kommenden Generationen jedoch bislang nicht vor. Einheitslehrpläne verhinderten, dass Schülerinnen und Schüler eigene Stärken gut entdecken und ihre Begabungen entwickeln könnten. Das Notensystem fördere Vereinzelung und blockiere gemeinsames Arbeiten. Stattdessen fordert Precht ein interessengeleitetes Lernen – in Teams, die spielerisch miteinander konkurrieren. Sich selbst organisieren zu können, werde zunehmend wichtig. Das erfordere mehr als ein Bündel von Kompetenzen – nämlich eine Persönlichkeit, die sie integriere und im Sinne ihrer Wertvorstellungen nutze. Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen und zu begleiten dies zu entwickeln, sei eine zentrale Aufgabe des Bildungssystems.

Konstruktiver Umgang mit Vielfalt gefordert
Das Auditorium quittierte die Ausführungen mit kräftigem Applaus. Besonders die zahlreichen Fachleute aus dem Bereich der Frühpädagogik fühlten sich bestätigt. Seit Jahren wehren sie sich gegen Ansätze, die das Lernen in der Kita “verschulen” würden. Erzieherinnen und Erzieher verstehen sich stattdessen als impulsgebende Bildungsbegleiterinnen und -begleiter der Kinder. Sie vermitteln Sicherheit und schaffen den Rahmen, in dem die Mädchen und Jungen ihr Lernen nach eigenen Interessen ausrichten und gestalten können. Ein Vorbild für die Schulen? Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin der Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH, die den Kongress gemeinsam mit der element-i-Bildungsstiftung, dem Kind e.V. Dachverband sowie der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstaltete, sagte: “Es kann in Bildungseinrichtungen heute nicht mehr darum gehen, die Kinder mit Fachwissen zu überhäufen. Stattdessen sollten sie dort Selbstorganisation, Selbstwirksamkeit, Lösungsorientierung und Flexibilität entwickeln.” Eine zunehmende Vielfalt sei gesellschaftliche Realität. Sie spiegele sich jedoch noch völlig unzureichend in Kita- bzw. Lehrkräfteteams, erklärte Weegmann weiter. Dabei würde dies zu einer hohen pädagogischen Qualität in Bildungsinstitutionen beitragen.

Baden-Württemberg macht sich für MINT-Förderung stark
“Mit Blick auf den Fachkräftebedarf in unserem Land geht es zudem darum, Technikinteresse und -begeisterung breitenwirksam und frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen zu wecken. Wir müssen früh ansetzen und schon vorhandene Neugier und Wissbegierde von Kleinkindern fördern”, betonte Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. “Vor diesem Hintergrund war es uns eine Freude, einen der beiden ersten Preise des diesjährigen KitaStar-Wettbewerbs zu übernehmen.” Die element-i-Bildungsstiftung hatte den Pädagogik-Innovationspreis zum Thema “Kita forscht!” ausgelobt und vergab die Auszeichnungen im Rahmen von “Invest in Future”.

Bei den “Momenten des Staunens” ansetzen
Die prämierten Einrichtungen zeigten eindrucksvoll, was frühe MINT-Bildung heißt: “Die Kinder gehen auf Forschungsreise und wir unterstützen sie dabei”, berichtete Preisträgerin Susanne Ehrecke, MINT-Bildungsbereichsverantwortliche der Überbetrieblichen Kindertagesstätte Lörrach. “Durch den Dialog mit uns, gelingt es den Kindern, ihre Momente des Stauens über Alltags- und Natur-Phänomene sprachlich zu fassen und die entstehenden Fragen zu formulieren. Das sind die Ausgangspunkte für unsere gemeinsame Suche nach Antworten.” Es werden vielfältige Informationen gesammelt, Hypothesen aufgestellt, passende Versuche konzipiert, durchgeführt, ausgewertet und dokumentiert. Die Kinder lernen Vorgehensweisen kennen, die sie ihr Leben lang nutzen können. Sie entwickeln Selbstvertrauen, indem sie erfahren, dass sie eigenständig Theorien entwickeln, Antworten finden und sich Themengebiete erschließen können. Motiviert bei der Sache blieben die Kinder erfahrungsgemäß vor allem dann, wenn sie den Forschungsprozess selbst bestimmten, erklärte Ehrecke. Kita-Preisträgerin Susanne Zink, Leiterin der Kita Quickelbü aus Quickborn bei Hamburg, formulierte es so: “Wir bewegen uns auf dem Fluss der Fragestellungen der Kinder.”

Kontrovers: Was bedeutet forschen in der Kita?
Dass es deutlich unterschiedliche Standpunkte dazu gibt, was forschendes Lernen in der Kita ausmacht, zeigte eine Podiumsdiskussion mit den Professorinnen und Professoren Gisela Lück, Brunhilde Marquardt-Mau und Hartmut Wedekind. Lück berichtete von ihren positiven Erfahrungen damit, jungen Kindern durch kleine Geschichten Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu eröffnen, gemeinsam Experimente dazu durchzuführen und diese anschließend zu deuten. “Die Deutung ist dabei ganz entscheidend. Erst dann können wir von Naturwissenschaft sprechen”, betonte Lück. “Dieses Vorgehen scheint mir eher eine Verführungsdidaktik zu sein”, meinte Wedekind, der dafür plädierte, beim Stauen und den Fragen der Kinder anzusetzen und sich darauf einzulassen: “Wir sollten ihnen nicht einfach unsere Fragen oder Antworten überstülpen. Ob wir dieses Vorgehen als Forschen bezeichnen sollten, steht auf einem anderen Blatt.” Aus Sicht von Marquardt-Mau klappt forschendes Lernen ganz ohne Instruktion nämlich nicht: “Gewisse Informationen müssen da sein, sonst ist das wie Stricken ohne Wolle.”

Finden Kitas ausreichend geeignetes Personal?
Sich gemeinsam mit den Kindern intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen auseinanderzusetzen, fordert die Kita-Teams im Alltag heraus: Das hat nicht allein damit zu tun, dass vielen Erzieherinnen und Erziehern die Begeisterung für MINT-Themen abgeht, sondern ist der vielerorts knappen Personaldecke geschuldet, die für eine solche Arbeit kaum auszureichen scheint. Vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten klagen Träger über einen eklatanten Fachkräftemangel: Der VPK-Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe stellte an seinem Invest-in-Future-Messestand eine Online-Umfrage zu diesem Thema vor. “Über die Hälfte der 574 Träger-Verantwortlichen, die sich an unserer Befragung beteiligten, berichtet, dass sie gravierende Probleme hätten, geeignetes Personal zu finden. Weitere 37 Prozent spüren, dass die Gewinnung von Fachkräften zunehmend problematischer wird”, fasst VPK-Sprecherin Sophia Reichardt die Ergebnisse zusammen.

Steigende Betreuungsintensität – gleichbleibende Personalausstattung
Der bekannte Koblenzer Sozialwissenschaftler Professor Stefan Sell wies in seinem Plenumsvortrag auf eine Diskrepanz hin, die in der Fachkräfte-Diskussion bislang wenig Beachtung findet: “Mit dem Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung in Kita oder Kindertagespflege ab dem ersten Geburtstag eines Kindes ging in den letzten Jahren ein rasanter Ausbau der Betreuungsplätze einher. Das ist sicherlich eine Erfolgsgeschichte”, erklärte Sell. Die Daten zeigten jedoch auch: “Die Zahl der Beschäftigten ist nicht entsprechend gestiegen. Das bedeutet in vielen Kindertagesstätten: Zwar ist dort die gleiche Anzahl Beschäftigter für genauso viele Kinder zuständig wie vor dem Krippenausbau. Doch unter der Kinderschar befinden sich jetzt plötzlich viele unter Dreijährige mit sehr hohem Betreuungsbedarf.” Das gefährde die Kita-Qualität und würde von Eltern und Öffentlichkeit letztlich nicht den gesetzlichen Rahmenbedingungen, sondern den Trägern angelastet. In Pflegeeinrichtungen führe ein entsprechendes Phänomen bereits seit 15 Jahren zu immer unhaltbareren Zuständen: “Die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner mit hohem und sehr hohem Pflegebedarf nimmt ständig zu, die Personalausstattung bleibt gleich. Das System steht vor dem Kollaps. So weit darf es in den Kitas nicht kommen.”

“Welches Personal brauchen wir in unseren Kitas?”
Detlef Diskowski, Referatsleiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) in Brandenburg, wies auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hin, die belegt, dass die Reserven am Arbeitsmarkt in Kita-Sektor praktisch ausgeschöpft seien. Er fordert daher eine Diskussion um die Frage: Welche Kräfte brauchen wir in der Kita? Bereits heute gebe es eine Teilung des Personals in Erst- und Zeit- bzw. Hilfskräfte mit jeweils unterschiedlicher Qualifikation. “Die Debatte, wer welche Arbeiten übernimmt und welche weiteren Kompetenzen im Team nützlich sein könnten, wird jedoch nicht geführt”, bemängelt Diskowski. “Der Blick richtet sich immer nur auf die einzelnen Fachkräfte: Sie sollen möglichst alle Aufgaben in einer Kita abdecken können.” Sei es im Sinne einer hohen Qualität nicht viel sinnvoller, multiprofessionelle Teams zu bilden? Leitungsaufgaben übernähmen zum Beispiel Menschen mit Managementqualitäten, Facherzieherinnen und -erzieher könnten sich auf einzelne Bildungsbereiche spezialisieren und Fachleute zum Beispiel aus Handwerk, Kunst oder Theater könnten Kita-Teams themenspezifisch ergänzen. Um das zu ermöglichen, gelte es, die bestehenden Regularien zu überarbeiten.

Lösungen für einen “gefühlten” Personalmangel
Martin Cramer, Fachberater für Bildungseinrichtungen, stellte die provozierende These auf, dass es einen gefühlten Fachkräftemangel in Kitas gäbe, der vielfach “hausgemacht” sei. “Die Personalplanungen sowie die Strukturierung der Kita-Arbeit passen in sehr vielen Einrichtungen nicht mit der vorhandenen Personaldecke zusammen”, sagte er. Häufig werde in der Planung nicht berücksichtigt, dass quasi immer 20 Prozent der vorhandenen Kräfte durch Vor- und Nachbereitungszeiten, Urlaub, Fortbildung oder Krankheit nicht für die Arbeit in der Kindergruppe zur Verfügung stünden. Damit sei das Gefühl eines permanenten Mangelzustands programmiert. Der Experte plädierte dafür, Stressphasen im Tagesablauf zu entschärfen. Das seien vor allem solche Momente, in denen alle Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt das gleiche tun sollten und dabei individuell Unterstützung benötigten: z.B. alle ziehen zum Rausgehen Schuhe und Jacken an, alle waschen sich die Hände, alle essen gemeinsam zu Mittag. “In machen Einrichtungen gibt es täglich zehn dieser Situationen.” Weniger sei mehr: Der Tagesablauf ließe sich “gefahrlos” in Phasen einteilen und sei dann sehr viel entspannter – für Fachkräfte und Kinder gleichermaßen. Eine solche Struktur gesteht den Kindern eine größere Autonomie zu und holt damit, wie der Fachmann sagt, den “Garteneffekt” in die Kita.

Der nächste Invest-in-Future-Kongress findet am 18./19. Oktober 2016 in Stuttgart statt.

Weitere Informationen: www.invest-in-future.de
Im Pressebereich der Website finden Sie im Anschluss an die Presse-Mitteilung passendes Bildmaterial zum Download.

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 18. und 19. Oktober 2016 in Stuttgart statt.

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“Kita forscht!”: Vier Kindertagesstätten mit dem KitaStar der element-i-Bildungsstiftung ausgezeichnet

"Kita forscht!": Vier Kindertagesstätten mit dem KitaStar der element-i-Bildungsstiftung ausgezeichnet
(Bildquelle: element-i-Bildungsstiftung)

Die Jury des diesjährigen Kita-Innovationspreises KitaStar zeichnete folgende Kindertagesstätten für eine beispielgebende frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) aus: Kita EinSteinchen in Frankfurt an der Oder; Überbetriebliche Kindertagesstätte in Lörrach; Kita Regenbogen in Ortrand und Kita Quickelbü in Quickborn. Die feierliche Preisverleihung fand während der Abendveranstaltung des Kongresses “Invest in Future” am 19. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

“Oh, warum wird das Blatt denn ganz rot? Warum liegen heute so viele Regenwürmer auf der Erde? Wie kommt eigentlich das Licht in die Lampe?” Viele Alltagserfahrungen werfen Fragen auf. “Kindertagesstätten können bereits bei den Jüngsten die Freude am Entdecken wecken und sie dazu ermutigen und in die Lage versetzen, selbst zu forschen und eigene Antworten auf naturwissenschaftlich-technische Fragen zu finden. Dadurch legen sie den Grundstein dafür, dass sich Mädchen und Jungen in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen auch später etwas zutrauen. Wir wollen das Interesse frühzeitig wecken, Talente durchgängig fördern und vor allem auch erreichen, dass sich Mädchen mit der gleichen Selbstverständlichkeit mit Naturwissenschaft und Technik beschäftigen und für Berufswege im MINT-Bereich entscheiden”, sagt Dr. Birgit Buschmann, Referatsleiterin “Wirtschaft und Gleichstellung” im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Wie gelingt eine frühe naturwissenschaftlich-technische Bildung in Kindertagesstätten? Welche pädagogische Haltung ist hierfür erforderlich und welche Raum- und Materialausstattungen werden dem Forschergeist der Kinder gerecht, um eine optimale Förderung der Allerjüngsten zu ermöglichen und ihre natürliche Neugierde zu wecken? Um gute Beispiele dafür zu finden und bekannt zu machen, lobte die element-i-Bildungsstiftung mit Unterstützung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, des Kita-Ausstatters Dusyma sowie dem Cornelsen Verlag, den KitaStar 2015 unter dem Motto “Kita forscht!” aus. Eine Fachjury ermittelte vier Gewinnerinnen und Gewinner. Da zwei Bewerbungen gleichermaßen herausragten, gibt es dieses Jahr zwei KitasStars in Gold. Verliehen wurden die Preise während der festlichen Abendveranstaltung des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung “Invest in Future” am 19. Oktober in Stuttgart.

Folgende Einrichtungen freuten sich über eine Auszeichnung:

KitaStar in Gold: Überbetriebliche Kindertagesstätte, Lörrach (Baden-Württemberg)

Die vom gleichnamigen Verein geleitete Überbetriebliche Kindertagesstätte Lörrach bietet Platz für 70 Kinder zwischen eineinhalb und sechs Jahren. Die Einrichtung ist ganztags von 06:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und beschäftigt 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team arbeitet in Funktionsräumen nach dem anspruchsvollen pädagogischen Konzept infans.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Gold schreibt die Jury:

“Die Jury ist beeindruckt von der umfassenden fachlichen Fundierung, die das Thema der MINT-Bildung in der Überbetrieblichen Kindertagesstätte in Lörrach besitzt. Dieses Wissen setzen die Fachkräfte mit hoher Professionalität um und schaffen den Kindern eine Atmosphäre der Kreativität und der Entdeckungsfreude. Sie wählen Materialien so aus und präsentieren sie so ansprechend, dass sie einen sehr guten Nährboden für die Ideen der Kinder bilden und sie zum Ausprobieren und Forschen auffordern. Die Materialfülle und -vielfalt beeindruckte die Jury. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kinder im Forschungsraum großteils echte Laborutensilien nutzen können. Den Erzieherinnen und Erziehern gelingt es gut, die ‘Momente des Staunens’ der Kinder wahrzunehmen. Daran anknüpfend begleiten sie die Jungen und Mädchen mit Engagement und Begeisterung bei der Beantwortung ihrer Forschungsfragen. Besonders überzeugt hat die Jury, dass das Kita-Team forschendes Lernen als grundlegende Lebenshaltung versteht, die in allen Kita-Räumen sichtbar und spürbar ist und das Miteinander in der Einrichtung prägt. Ein Beispiel: Kinder, die im Bistro Äpfel schälten, wollten genauer wissen, wie der Schäler funktioniert und gingen ins Labor, um das herauszufinden. In einem längeren Prozess und durch das Zerlegen und erneute Zusammenbauen des Schälers mit seinen 20 Einzelteilen gelang es ihnen herauszufinden, wie er funktioniert und welche Funktion die ineinandergreifenden Zahnräder dabei erfüllen.

Beispielgebend ist auch die hervorragende Vernetzung der Kita – besonders in Bezug auf den fachlichen Austausch. Die Jury beurteilt das Engagement der Einrichtung zur Weiterentwicklung der Elementarpädagogik im MINT-Bereich als außergewöhnlich.

Die Jury zeichnet die Überbetriebliche Kindertagesstätte Lörrach für ihre in Bezug auf Konzeption, Raumgestaltung, Materialangebot und pädagogische Umsetzung beispielgebende frühe MINT-Bildung mit dem diesjährigen KitaStar in Gold aus.”

Laudatorin und Jury-Mitglied Dr. Birgit Buschmann, Referatsleiterin “Wirtschaft und Gleichstellung” im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, gratulierte Ursula Bangert, Leiterin der Überbetrieblichen Kindertagesstätte Lörrach, sowie der Bildungsbereichsverantwortlichen Susanne Ehrecke zum KitaStar in Gold. Das Preisgeld von 5.000 Euro wurde vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zur Verfügung gestellt.

KitaStar in Gold: Kita EinSteinchen, Frankfurt an der Oder (Brandenburg)

Die ganztags von 6:30 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnete Kita EinSteinchen in Frankfurt/Oder bietet Plätze für 62 Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Die Einrichtung beschäftigt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Träger ist das Zentrum für Begabungsförderung e.V. Das Kita-Team setzte ein offenes Konzept mit Funktionsräumen um.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Gold schreibt die Jury:

“Den Gründerinnen der Kita EinSteinchen in Frankfurt an der Oder und ihrem Kita-Team ist es mit viel Begeisterung und Engagement gelungen, hervorragende Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kinder Phänomene aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entdecken, beobachten und erforschen können. Die großen und vielfältigen Kita-Räume sowie ein reiches, alltagsnahes und sehr kreatives Materialangebot laden die Mädchen und Jungen zum Erkunden und Experimentieren ein. In jedem einzelnen Raum sind MINT-Themen sichtbar: Es gibt Zahlen, Geometrische Formen, Pendel, Sanduhren, Waagen, Lichtspiele oder Weltkarten. Eine besondere Rolle spielen Reize aus der Natur, die Ausgangspunkt für viele Forschungsfragen der Kinder sind.

Dass die Kinder diese besonderen Voraussetzungen optimal für sich nutzen können, ist auf die Haltung der Fachkräfte zurückzuführen, die sich selbst neugierig forschend mit den Kindern auf die Suche nach Antworten begeben. Ihre Begeisterung wirkt ansteckend. Der Jury gefiel, dass die Fachkräfte den Kindern viel Zeit und Raum für die selbstständige Bearbeitung ihrer Fragestellungen lassen und dass die Forschungsprozesse der Kinder Vorrang genießen. So ist es für die Kinder problemlos möglich, zum Beispiel auf das gemeinsame Singen zu verzichten, weil sie gerade intensiv mit einer Arbeit beschäftigt sind. Haben sich die Kinder Wissen angeeignet, ist es den Erzieherinnen und Erziehern wichtig, dass die Mädchen und Jungen ausreichend Zeit haben, es im Spiel zu vertiefen, mit anderen Erfahrungen zu verknüpfen und auf diese Weise zu eigener Erkenntnis zu gelangen. So stellen sie die Nachhaltigkeit des Lernens sicher. Auch von der übersichtlich in Themenordnern abgelegten, von den Kindern gestalteten Forschungs-Dokumentation, ist die Jury beeindruckt. In der Kita EinSteinchen herrscht eine Atmosphäre der Entdeckungslust, die sich sehr positiv auf die Kinder und ihre Entwicklung auswirkt.

Das umfangreiche Raumangebot in der Kita und deren Erweiterung durch eine spezielle KinderEnergieAkademie, die auch von Schulklassen besucht wird, gehen deutlich über das hinaus, was selbst von einer sehr guten Kindertageseinrichtung normalerweise erwartet würde. Die Leiterinnen der Kita EinSteinchen zeigen, was mit viel Ideenreichtum, einer hervorragenden Vernetzung und Engagement machbar ist und weisen mit der KinderEnergieAkademie innovative Wege, um der Bildung im MINT-Bereich bis in die Grundschulzeit hinein Nachhaltigkeit zu verleihen.

Die Jury würdigt dieses besondere Engagement, die hervorragende Konzeption für die MINT-Bildung und eine beispielgebende Umsetzung mit dem diesjährigen KitaStar in Gold.”

Laudator Dr. h. c. Matthias Kleinert, Beiratsmitglied der element-i-Bildungsstiftung, gratulierte Peggy Zecha, Leiterin der Kita EinSteinchen und Anne Manglitz, pädagogische Mitarbeiterin in der Kita EinSteinchen, zum KitaStar 2015 in Gold. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt werden.

KitaStar in Silber: Kita Regenbogen, Ortrand (Brandenburg)

In der städtischen Kindertagesstätte Regenbogen im brandenburgischen Ortrand betreuen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 145 Kinder zwischen null und zwölf Jahren. Die Einrichtung hat ganztags von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Sie umfasst Krippe, Kita sowie Hortbereich und arbeitet mit Gruppen- und Funktionsräumen teiloffen.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Silber schreibt die Jury:

“Die Jury ist beeindruckt von dem großen Engagement mit dem das Team der Kita Regenbogen das Thema MINT-Förderung vorantreibt und umsetzt. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Personalschlüssel in Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich niedriger liegt. Die Kinder haben hervorragende Forschungsmöglichkeiten in vorbildlich und sehr vielfältig ausgestatteten Funktionsräumen. Der Vor-Ort-Besuch zeigte, dass die Jungen und Mädchen trotz der Größe des Hauses und der Bandbreite des Materialangebots sehr gut orientiert sind. Sie wissen, wo welche Dinge zu finden sind und welche Regeln bei ihrer Nutzung ggf. gelten.

Die Fachkräfte legen jeweils ihren Themenschwerpunkt auf einen Bildungsbereich, in dem sie sich besonders weiterbilden. Sie arbeiten in bildungsbereichsübergreifenden Tandems zusammen und vertreten sich gegenseitig. Auf diese Weise sind die Bildungsbereiche gut vernetzt und jede bzw. jeder hat Schnittstellen zu MINT-Themen oder eigene Bereiche in diesem Feld. Die Jury war sehr angetan von dieser Organisationsform. Ebenfalls beispielgebend ist die enge Zusammenarbeit mit externen Akteurinnen und Akteuren: neben den Eltern und Personen aus der Kommune, sind das eine Vielzahl von Unternehmen und Institutionen aus Ortrand und der Umgebung. In die Kita werden auf diese Weise sehr unterschiedliche pädagogische Vorstellungen hineingetragen. Auch im eigenen Team gibt es eine Bandbreite unterschiedlicher Haltungen in Bezug auf die Unterstützung von kindlichen Lernprozessen. Gegenseitige Toleranz und Wertschätzung ermöglichen es dennoch, ein stimmiges Gesamtkonzept zu realisieren. Dies hat die Jury überzeugt.

Für ihre ambitionierte MINT-Konzeption und deren ideenreiche Umsetzung zeichnet die Jury die Kita Regenbogen in Ortrand mit dem diesjährigen KitaStar in Silber aus.”

Laudator Volker Blum, Geschäftsführer von Dusyma Kindergartenbedarf GmbH in Schorndorf, überreichte die Auszeichnung an Einrichtungsleiterin Cornelia Georgi sowie Katrin Bär, Erzieherin im Hortbereich. Die Kita Regenbogen kann sich über einen Dusyma-Gutschein im Wert von 1.000 Euro freuen.

KitaStar in Bronze: Kita Quickelbü, Quickborn (Schleswig-Holstein)

Das Montessori-Kinderhaus “Quickelbü” in Quickborn bei Hamburg ist eine Einrichtung des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Die integrative Kita hat von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und betreut mit 18 pädagogischen Fachkräften 134 Kinder zwischen null und 14 Jahren. Das Kinderhaus bewarb sich speziell mit seinem Projekt “Weltwissen” um den KitaStar.

Zur Begründung für die Vergabe des KitaStar 2015 in Bronze schreibt die Jury:

“Dem Team des Kinderhauses Quickelbü gelingt es auf hervorragende Weise, Themen aus Naturwissenschaft und Technik, Mathematik und Informatik so in den Alltag zu integrieren, dass sie für die Kinder Bestandteil des täglichen Erfahrungslernens werden. Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen ist dabei die Haltung der Fachkräfte, die Kindern vielfältige Erfahrungsräume – auch außerhalb der Einrichtung – eröffnen, ihnen zutrauen, die Dinge selbst auszuprobieren und ihren eigenen Interessen nachzugehen. Die Erzieherinnen und Erzieher lassen sich dabei vom Fluss der Fragestellungen der Kinder leiten. Sie muten ihnen in ihren Forschungsprozessen auch Misserfolge zu, indem sie sie Lösungen verfolgen und Versuche durchführen lassen, die – mit dem Wissen Erwachsener – erkennbar scheitern würden. Diese pädagogische Haltung bewertet die Jury als beispielgebend. Erzieherinnen und Erzieher sind mit Engagement und Begeisterung dabei und fachen so die Lernfreunde der Kinder an. Als sehr gelungen beurteilt die Jury auch die Einbettung des forschenden Lernens in einen durch stabile Beziehungen und durchdachte Strukturen Sicherheit, Orientierung und Halt gebenden Rahmen: So können Kinder erfolgreich auf “Entdeckungsreisen” gehen. Für das “Weltwissen”-Projekt, seine überzeugende Einbindung in die Gesamtkonzeption der Kindertagesstätte und seine professionelle Umsetzung im pädagogischen Alltag spricht die Jury dem Montessori-Kinderhaus Quickelbü den diesjährigen KitaStar in Bronze zu.”

Laudatorin und Jurymitglied Judith Erlmann, Leitung Programmplanung, Redaktion und Realisierung Pädagogik/Lehrmittel beim Cornelsen Verlag in Berlin, gratulierte Quickelbü-Kinderhausleitern Susanne Zink sowie Christina Frank, Leiterin des Projekts Weltwissen, zum KitaStar 2015 in Bronze. Mit dem Preis sind pädagogische Fachbücher des Cornelsen Verlags im Wert von 500 Euro verbunden.

Mitglieder der Fachjury
Der ehrenamtlichen Jury für den KitaStar 2015 gehörten an:

- Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Wissenschaftsjournalistin und Biologin
- Dr. Birgit Buschmann, Referatsleiterin “Wirtschaft und Gleichstellung” im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
- Judith Erlmann, Leitung Programmplanung, Redaktion und Realisierung Pädagogik/Lehrmittel, Cornelsen Verlag, Berlin
- Prof. Dr. Gisela Lück, Professorin für Didaktik der Chemie, Universität Bielefeld
- Clemens Matthias Weegmann, Geschäftsführer Konzept-e für Schulen gGmbH, Stuttgart
- Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH, Stuttgart

Weitere Informationen zum “KitaStar” gibt es im Internet unter www.invest-in-future.de oder www.element-i-bildungsstiftung.de

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfältigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhängig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, Kreativität und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft für ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender Pädagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den knapp 40 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jährlich den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future verliehen.

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Kongress Invest in Future in Stuttgart

“Jetzt vernetzen: Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Weil die Zukunft alle angeht!”

Kongress Invest in Future in Stuttgart
(Bildquelle: Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH)

Der Zukunftskongress für Bildung und Betreuung Invest in Future findet am 19. und 20. Oktober 2015 zum zwölften Mal in Stuttgart statt: Die zweitägige Veranstaltung mit Professor Dr. Richard David Precht widmet sich dieses Jahr unter anderem einer neuen Wertekultur in Unternehmen und Bildungseinrichtungen, innovativen Modellen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege sowie der MINT-Förderung in Kitas und ist Plattform für den interdisziplinären Austausch.

Mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über 40 Vortragende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Pädagogik diskutieren heute und morgen (19./20. Oktober 2015) während des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future im Stuttgarter Haus der Wirtschaft Zukunftsthemen aus Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt. Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg betonte: “Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat ein großes Interesse daran, Technikinteresse und -begeisterung breitenwirksam und frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen zu wecken, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und langfristig MINT-Fachkräfte für Baden-Württemberg zu sichern. Wir müssen früh ansetzen, vorhandene Neugier und Wissbegierde von Kleinkindern fördern und Mädchen und Jungen gleichermaßen für Technik begeistern.” Das Ministerium unterstützt deshalb die Veranstaltung.

“Wir brauchen eine Bildungsrevolution!”
Eröffnungsredner Professor Dr. Richard David Precht, Philosoph und Bestsellerautor, sagt: “Wir brauchen keine weitere Bildungsreform, wir brauchen eine Bildungsrevolution!”. Denn die Erkenntnisse der modernen Entwicklungspsychologie, der Lerntheorie und der Hirnforschung seien in deutschen Bildungseinrichtungen bislang kaum angekommen. “Das ist ein Verrat an unseren Kindern”, erklärt Precht.

Gesellschaft: Beteiligung versus Egoismus
Praktikerinnen und Praktiker aus Institutionen und Unternehmen beobachten eine zunehmende “Hauptsache ich”- bzw. “Hauptsache mein Kind”-Mentalität, die sie mit Sorge erfüllt: “Wir benötigen mehr Gemeinschaftssinn, wenn das Leben, Lernen und Arbeiten im sozialen Verbund funktionieren soll”, erklärt Kongress-Initiatorin Waltraud Weegmann, Geschäftsführerin der Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH, die Invest in Future gemeinsam mit der element-i-Bildungsstiftung, dem Kind e.V. Dachverband und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart veranstaltet. Die Diplom-Psychologin Uta Bösch sowie der Umweltökonom und Nachhaltigkeitsmanager Ivo Mersiowsky, Inhaber der Tübinger Unternehmensberatung Quiridium, stellen dar, wie es gelingen kann, gemeinsame Werte zu entwickeln und im Alltag umzusetzen.

Wirtschaft: Vereinbarkeit 2.0
Invest-in-Future-Referent Andy Keel ist Unternehmer und Teilzeitvater. Er steht für einen Trends der betriebliche Antworten einfordert: das neue Rollenverständnis vieler Väter. Keel plädiert für “Mehr Mut zu Teilzeit – auch in Führungspositionen”. Am eigenen Beispiel zeigt er, dass es geht und sich das Modell für Unternehmen auch wirtschaftlich auszahlt. Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) macht sich dafür stark, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege “aus der Grauzone” zu holen. Unternehmen und Beschäftigte seien gut beraten, sich auf die Herausforderungen vorzubereiten, die mit einer alternden Gesellschaft und zunehmen Pflegeaufgaben einhergingen.

Sozial- und Bildungseinrichtungen: Rahmenbedingungen im Wandel
Der Sozialwissenschaftler Professor Dr. Stefan Sell thematisiert in seinem Plenumsvortrag den zunehmenden Wettbewerb unter den Bildungseinrichtungen, die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel bei Erzieherinnen und Erziehern und analysiert welche Rahmenbedingungen eine pädagogische Innovationskultur fördern können. Ein kreativer Umgang mit einem fast leergefegten Arbeitsmarkt für Kita-Fachkräfte sowie Möglichkeiten und Spielräume für angehende Sozialunternehmerinnen und -unternehmer sind weitere Vortragsthemen.

Pädagogik: MINT-Förderung und Medienerziehung
Gute Beispiele aus der Praxis und Workshops zum Mitmachen stehen im pädagogischen Bereich auf dem Programm: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Kita-Innovationspreises KitaStar der element-i-Bildungsstiftung, der während des Kongresses verliehen wird, stellen ihre beispielgebende Praxis einer frühen Förderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) vor. Dr. Ulrike Brandt-Bohne, Biologin, Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin der ARD-Sendung Kopfball, gibt praktische Anregungen, wie sich naturwissenschaftlich-technische Inhalte gut in den Kita-Alltag integrieren lassen. Björn Haferkamp, Philosoph an der Universität Bremen, leitet einen Workshop mit dem Titel “Digital Natives”. Er betont, dass es kein “richtiges” Konzept für eine Medienpädagogik in der Kita gäbe. Es sei jedoch wichtig, dass die Einrichtungen individuell eine begründete Haltung dazu entwickelten, wie sie in ihrem Haus mit dem Thema umgehen möchten. Dazu bietet ihnen der Workshop das nötige theoretische Fundament.

Begleitmesse: Unternehmen und Institutionen stellen sich vor
Firmen und Institutionen aus den Bereichen Bildung und Betreuung nutzen Invest in Future als Plattform, um sich einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren. Mit einem Stand vertreten sind u.a. der Herder Verlag, die Alzheimer Gesellschaft BW sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Weitere Informationen: www.invest-in-future.de

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

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Kinderdisco in Stuttgart als CD-Release-Party: Die eigene Kinder-CD muss gefeiert werden!

Kinderdisco in Stuttgart als CD-Release-Party: Die eigene Kinder-CD muss gefeiert werden!
(Bildquelle: element-i-Bildungsstiftung)

Am Freitag, den 30. Oktober 2015 ab 15:30 Uhr, veranstaltet die element-i-Bildungsstiftung eine Kinderdisco im Kubus des STEP – Stuttgarter Engineering Park. Mit der Disco wird das Release der von Kindern selbst eingesungenen CD “Ohrenschmaus – Stimmen aus den Element-i-Kinderhäusern” gefeiert. Kita-Kinder hatten mit einem Gesangscoach geübt und durften ihre Lieblings-Songs in einem professionellen Tonstudio einsingen.

Wie könnte man eine Musik-CD schöner feiern, als zu ihren Klängen das Tanzbein zu schwingen? Die element-i-Bildungsstiftung feiert den erfolgreichen Abschluss des Projekts “Ohrenschmaus” und lädt alle Kinder und Familien herzlich ein, mitzufeiern. Ein DJ, der weiß, was Kinder gerne hören, sorgt für gute Stimmung. Gleichzeitig kann bei Kaffee und Kuchen gelauscht und entspannt werden.

Wann: Freitag, der 30. Oktober 2015 ab 15:30 Uhr
Wo: KUBUS im STEP, Wankelstraße 10, Stuttgart-Vaihingen
Wer: Kinder von 0 bis 10, gemeinsam mit der ganzen Familie
Was: Kinderdisco zum Motto “Rock Stars” mit DJ, Kaffee und Kuchen

Übrigens kann die CD, zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk, zum Preis von 14,99 Euro über die Website der element-i-Bildungsstiftung bestellt werden. Dort gibt es auch Hörproben. Der Erlös kommt den Projekten der Bildungsstiftung zugute.

Hintergrund: Das Projekt “Ohrenschmaus”
Das Projekt “element-i macht Kunst” hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Musik in die Kitas zu bringen und im Alltag zu integrieren. Wie gut dies gelingen kann, zeigte die Bildungsstiftung jetzt mit ihrem Kinder-CD-Projekt. Zuerst wurden alle element-i-Kitas im Trägernetzwerk gebeten, ihre Lieblingslieder aus dem Kita-Alltag zu verraten. Aus diesen wurde dann eine Playlist für die CD erstellt. Im zweiten Schritt bekam jede Kita ein Lied zugeteilt, welches dann über Wochen hinweg voller Inbrunst einstudiert wurde. Unterstützt wurden die Kinder hierbei von einem professionellen Gesangscoach, der die Kitas reihum besuchte und das Maximum aus den ohnehin schon talentierten Kinderchören herausholte. Als schließlich alle Töne saßen, erlebten die Kinder den spannendsten Teil des Projekts: Sie besuchten das Modern Music Studio in Stuttgart, wo sie ihr Lied im Studio professionell einsingen konnten.

Über die element-i-Bildungsstiftung
Die element-i-Bildungsstiftung wurde im Jahr 2011 gegründet. Seitdem veranstaltet bzw. unterstützt sie Bildungsprojekte und Ideen für Kinder zwischen null und zehn Jahren. Ein Beispiel dafür ist der Tüftler- und Forscherinnentag Baden-Württemberg, bei dem Kita-Kinder regionale Unternehmen kennenlernen. Mit dem jährlich bundesweit ausgelobten Kita-Innovationspreises KitaStar unterstützt die Stiftung die Weiterentwicklung der Kita-Pädagogik. Dem Stiftungsgedanken liegt das element-i-Leitbild zugrunde. Der Name element-i steht für die elementare Bedeutung, die Individualität, Interesse und Interaktion für die Bildung von Menschen – unabhängig von ihrem Alter – haben.

Für mehr Infos besuchen Sie die Website der element-i-Bildungsstiftung auf www.element-i-bildungsstiftung.de

Die element-i-Bildungsstiftung
In vielfältigen Projekten eröffnet die element-i-Bildungsstiftung Kindern neue Horizonte – unabhängig von deren Geschlecht, ihrer Herkunft oder den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern. So können sie ihre Interessen und Begabungen entdecken, Kreativität und Selbstvertrauen entwickeln und daraus Kraft für ihr gesamtes Leben schöpfen. Auf Basis humanistischer Werte und in Orientierung an dem element-i-Leitbild fördert die element-i-Bildungsstiftung daher die Umsetzung zukunftsweisender Pädagogik, insbesondere – aber nicht ausschließlich – in den knapp 40 element-i-Kitas und Grundschulen.
Unter anderem lobt die element-i-Bildungsstiftung jährlich den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar aus. Er wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung Invest in Future verliehen.

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Invest in Future: Vereinbarkeit 2.0 – ein bekanntes Thema erhält neue Dimensionen

Invest in Future: Vereinbarkeit 2.0 - ein bekanntes Thema erhält neue Dimensionen
Andy Keel spricht auf dem Kongress Invest in Future über einen Trend: Teilzeitarbeit für Männer. (Bildquelle: Andy Keel)

Der jährliche Zukunftskongress für Bildung und Betreuung “Invest in Future” ist Plattform für den Austausch unter Fachleute aus Personalabteilungen, aus Kommunen, von Bildungsträgern sowie aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis. Eines der Themenfelder 2015: Vereinbarkeit 2.0. Unter anderem referiert Andy Keel, Unternehmer, Teilzeit-Vater und Initiator der Bewegung “Teilzeitkarriere” aus der Schweiz.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsste neu gedacht werden, erklären unlängst Fachleute der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, denn neue gesellschaftliche Trends verlangten nach neuen betrieblichen Antworten. Zwei solcher Trend-Themen greift der Zukunftskongress für Bildung und Betreuung “Invest in Future” auf, der am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart stattfindet: den Wandel in den Lebensentwürfen von Vätern sowie die zunehmende Zahl von Beschäftigten, die neben dem Job für die Betreuung hilfe- bzw. pflegebedürftiger Angehöriger zuständig sind.

“In meinem Betrieb arbeiten alle in Teilzeit”
“Invest in Future”-Referent Andy Keel, Unternehmer aus der Schweiz, sagt: “Teilzeitarbeit muss zur Selbstverständlichkeit werden – auch für Männer”. Wie das geht, zeigt er in seinem Produktionsbetrieb für moderne Betonküchen. Dort beschäftigt er 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle arbeiten in Teilzeit – Andy Keel, der zehn Tage im Monat zu Hause für die Kinder zuständig ist, inklusive. “Das funktioniert problemlos”, berichtet er. “Die Vorteile dieses Modells sind größer als seine Nachteile.” Wissenschaftliche Studien geben ihm Recht: Teilzeitkräfte sind sehr viel effektiver tätig und deutlich seltener krank. Die Rendite unterm Strich: acht Prozent. Dafür nehme er organisatorischen Mehraufwand und Herausforderungen bei den Übergaben in Kauf, berichtet Andy Keel.

Väter reduzieren ihre Arbeitszeit – ein Megatrend
Eine Großbank für deren weltweites Cost Controlling Andy Keel früher verantwortlich war, hat das Nachsehen. Dort konnte er zwar eine Reduzierung seiner Arbeitszeit durchdrücken, akzeptiert war diese Arbeitsform jedoch nicht. Nach der Geburt seines Sohnes stieg er daher beruflich aus und war ein Jahr lang Hausmann. Seit 2008 wirbt Andy Keel bei anderen Männern sowie bei Unternehmen für mehr Mut zur Teilzeit – auch in Führungspositionen. “Das ist mein Herzensthema”, sagt der Unternehmer. Er rief die Teilzeitkarriere-Bewegung ins Leben, die eine Werbe-Kampagne startete, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber berät und Teilzeitjob-Portale in der Schweiz, in Deutschland und Österreich betreibt. Die Aktivitäten zeigen bereits Wirkung: Seit 2012 stieg die Zahl der Teilzeitmänner in der Schweiz um gut vier Prozent. “Männer – besonders Väter – in Teilzeit: Das ist ein Megatrend. Unternehmen, die gute Leute gewinnen und halten möchten, sollten ihn berücksichtigen”, rät Andy Keel.

Beruf und Pflege: Ein Thema aus der “Grauzone” holen
Teilzeitangebote kommen nicht nur engagierten Vätern entgegen, sondern auch der steigenden Zahl der Beschäftigten, die Verantwortung für hilfebedürftige Angehörige übernehmen. Über häusliche Pflegeaufgaben werde im beruflichen Umfeld jedoch nicht oder kaum gesprochen. Das sei ein Thema in der “Grauzone”, sagt “Invest in Future”-Referentin Christiane Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und empfiehlt Wege für einen offenen Umgang damit. Weitere Vortragende beschäftigen sich mit betrieblichen Konzepten und Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. HR-Verantwortliche aus Unternehmen berichten über ihre Praxiserfahrungen.

Themenforen
Der bekannte Philosoph und Buchautor Prof. Dr. Richard David Precht eröffnet den Kongress mit dem Vortrag “Beteiligung vs. Egoismus – Werte, Moral und bürgerliches Engagement”. Außerdem stehen Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden zu folgenden Themenfeldern auf dem Programm: “Wertevielfalt und Wertekonsens”, “Gründergeist”, “MINT”, “Medienpädagogik” und “Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung”. Auf einer Begleitmesse stellen sich Firmen und Institutionen aus den Bereichen Bildung und Betreuung vor. Die element-i-Bildungsstiftung verleiht während einer festlichen Abendveranstaltung am ersten Kongresstag den Kita-Innovationspreis KitaStar, den sie 2015 zum Thema “Kita forscht!” auslobte.

Neue Tarife für 2015
Veranstalter des Kongresses sind die Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH, die element-i-Bildungsstiftung, der Kind e.V. Dachverband sowie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS). Die Ausrichter weisen darauf hin, dass die Preise für die Teilnahme am Kongress 2015 reduziert wurden. Studierende, Personen aus gemeinnützigen Organisationen, aus eingetragenen Vereinen, Stiftungen, Kommunen und Städten erhalten zusätzliche Vergünstigungen.

Weitere Infos und Online-Anmeldung auf www.invest-in-future.de

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

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Invest in Future – Zukunftskongress für Bildung und Betreuung

Thema 2015: „Jetzt vernetzen: Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Weil die Zukunft alle angeht!“

Invest in Future - Zukunftskongress für Bildung und Betreuung
(Bildquelle: Konzept-e)

Im Stuttgarter Haus der Wirtschaft findet am 19. und 20. Oktober 2015 der Kongress Invest in Future statt. In diesem Jahr referieren unter anderem der Philosoph und Bestsellerautor Prof. Dr. Richard David Precht, der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Sell sowie ARD-”Kopfball”-Moderatorin Dr. Ulrike Brandt-Bohne.

Eine Gesellschaft kann noch so reich an Ressourcen sein – wenn diese Ressourcen nicht sinnvoll miteinander vernetzt sind, können sie ihre volle Wirkung nicht entfalten. Jeder ist gefragt, denn Beteiligung ist wichtiger denn je. Sich austauschen, voneinander lernen und sich gemeinsam weiterentwickeln – das macht ein gutes Netzwerk aus. Mit dem Zukunftskongress “Invest in Future” bekommt Stuttgart zum 12. Mal ein wichtiges Forum für Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Pädagogik zur Diskussion zentraler Fragestellungen aus den Bereichen Bildung und Betreuung sowie weiterer gesellschaftlicher Zukunftsthemen.

Foren, Workshops und Podiumsdiskussionen für jede Zielgruppe
Die beiden Kongresstage sind gefüllt mit impulsgebenden Vorträgen und Workshops zu Themen wie “Beteiligung vs. Egoismus”, “Gründergeist”, “MINT”, “Medienpädagogik”, “Ein Leben mit Familie und Beruf” und “Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung”. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit die für ihre Zielgruppe passenden Foren auszuwählen. VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, von Trägern und Kommunen sowie PädagogInnen sind eingeladen, die Themen, die uns alle angehen, über die eigene Disziplin hinweg zu diskutieren.

Hochkarätige ReferentInnen mit spannenden Themen
Prof. Dr. Richard David Precht eröffnet den Kongress mit dem Vortrag “Beteiligung vs. Egoismus – Werte, Moral und bürgerliches Engagement”. In seinen Veröffentlichungen plädiert er für mehr bürgerschaftliches Engagement und für eine Transformation der Demokratie durch neue Formen der Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung. Doch wie bereiten wir unsere Kinder auf diese Aufgaben vor? In seinem Plenumsvortrag “Zukunft der Trägerlandschaft – Wettbewerb, Fachkräfte, Innovationen” wird Prof. Stefan Sell über aktuelle Entwicklungen im Umgang mit den fehlenden Fachkräften im Bereich der frühkindlichen Bildung sprechen. Dr. Ulrike Brandt-Bohne gibt nicht nur Tipps und Anregungen wie Kinder für Naturwissenschaft und Technik begeistert werden können, sie lädt auch ein, beim Podium “Je früher, desto besser …! Muss MINT schon in der Kita sein?” das Thema kontrovers zu diskutieren.

Rahmenprogramm

Begleitmesse
Firmen und Institutionen aus den Bereichen Bildung und Betreuung nutzen diese Plattform, um sich einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren und um neue KundInnen und PartnerInnen zu gewinnen. Mit einem Stand vertreten sind u.a. der Herder Verlag, die Alzheimer Gesellschaft BW sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Verleihung des KitaStar “Kita forscht”
Auch in diesem Jahr verleiht die element-i-Bildungsstiftung im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung wieder den Pädagogik-Preis KitaStar. Das Ausschreibungsthema 2015 lautete “Kita forscht!” und die Auszeichnung geht an Einrichtungen, die einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf eine frühe naturwissenschaftliche Förderung legen. Mit der Vergabe des Preises möchte die Stiftung innovative Konzepte und Lösungsansätze für die Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern zwischen null und zehn Jahren auszeichnen, ihre Umsetzung vorantreiben und zur Nachahmung der Best-Practice-Beispiele anregen.

Neue Tarife für 2015
In diesem Jahr ist die Teilnahme am Kongress deutlich günstiger als bislang. Studierende, Personen aus gemeinnützigen Organisationen, aus eingetragenen Vereinen, Stiftungen, Kommunen und Städten erhalten zusätzliche Vergünstigungen.

Weitere Infos und Online-Anmeldung auf www.invest-in-future.de.

Veranstalter
Konzept-e für Bildung und Betreuung gGmbH
element-i-Bildungsstiftung
Kind e.V. Dachverband
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)

Veranstaltungsort
Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart

Das Konzept-e Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, zwei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um diese Bildung und Betreuung allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e Netzwerk beschäftigt bundesweit 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

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“Komm mit mir ins Abenteuerland…” – Tag der offenen Tür in Besigheimer Kinderkrippe

"Komm mit mir ins Abenteuerland..." - Tag der offenen Tür in Besigheimer Kinderkrippe
(Bildquelle: Konzept-e)

Die Kita Abenteuerland im Schulweg 4 in Besigheim lädt am Freitag, den 12. Juni 2015, ab 15 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Das Team steht für Fragen zu Verfügung, führt durch die Räumlichkeiten und gibt Einblicke in die eigene element-i-Pädagogik.

Die Kita Abenteuerland wurde im März 2013 eröffnet und befindet sich in Besigheim direkt neben der Schule. Sie bietet 20 Plätze für Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahre und hat neun Stunden von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr täglich geöffnet. Eltern können ihre Kinder je nach Bedarf ganztags oder flexibel betreuen lassen.

Das Raumkonzept ist auf das offene Kinderhauskonzept mit unterschiedlichen Funktionsbereichen ausgerichtet, die den Kindern eine vielfältige und anregende Umgebung bieten. Außerdem bieten altersspezifische Nester (z.B. Krabblernest) den Kindern Sicherheit in einer heimeligen und behüteten Atmosphäre. Das Haus hat einen direkten Zugang zum Außenspielbereich. Dieser soll von den Kindern intensiv und selbständig genutzt werden können.

element-i-Pädagogik
Alle knapp 40 Kitas des Trägernetzwerks Konzept-e arbeiten nach der eigens konzipierten element-i-Pädagogik. Element steht für Elementarpädagogik, also frühkindliche Pädagogik und Bildung, sowie für die elementare Grundhaltung, die sich in dem “i” ausdrückt, welches für Individuen, Interesse, Interaktion steht. Die Konzeption geht davon aus, dass jeder Mensch andere Interessen hat, anders lernt und sich ganz individuell in der Auseinandersetzung mit einer für ihn interessanten Umgebung und in Interaktion mit anderen bildet. Für die element-i-Kinderhäuser gilt der Grundsatz: “Jedes Kind ist einzigartig und trägt ein großes Potenzial in sich. Wir geben jedem Kind Raum, sich individuell und mit anderen zu entwickeln.”

Herzliche Einladung an Eltern, Kinder und Interessierte
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das Abenteuerland am Freitag, den 12. Juni 2015 zu besuchen und sich in entspannter Atmosphäre ein Bild von der Einrichtung zu machen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Das Kita-Team freut sich auf ein Kennenlernen und den anregenden Austausch mit potentiellen neuen Eltern, deren Kindern und mit Menschen, die Interesse an der Arbeit in Kinderhäusern haben.

Das Konzept-e-Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, drei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um dies allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e-Netzwerk beschäftigt bundesweit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Kind und Beruf gGmbH, Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

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Richtfest: neue Kindertagesstätte “Neckarsterne” in Esslingen

Oberbürgermeister Dr. Ziegler hält Grußwort für neue ganztags geöffnete Kita

Richtfest: neue Kindertagesstätte "Neckarsterne" in Esslingen
(Bildquelle: Konzept-e)

Im Esslinger Gewerbegebiet Neckarwiesen öffnet voraussichtlich Ende 2015 die neue Kindertagesstätte “Neckarsterne” ihre Pforten. Am Dienstag, den 9. Juni 2015 um 11 Uhr wird das Richtfest des innovativen Neubaus gemeinsam mit dem Esslinger Oberbürgermeister Dr. Jürgen Ziegler, dem Architekten-Team, Vertretern des Trägers Konzept-e und natürlich Eltern und Kindern gefeiert.

Die Kita Neckarsterne befindet sich seit Ende 2014 im Bau. Die Kita liegt in Esslingen in der Röntgenstraße, im Gewerbegebiet Neckarwiesen. Dies kommt den Unternehmen vor Ort zugute, denn für sie besteht die Möglichkeit, sich mit Belegplätzen einzukaufen. Die Architektur des Hauses ist direkt auf die dort stattfindende element-i-Pädagogik des Trägers Konzept-e abgestimmt. Die verantwortliche Häuser für Kinder GmbH ist seit Jahren auf pädagogisch wertvolle Architektur spezialisiert. Somit sind die Räume auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Die Einrichtung bietet vielfältige Innen- und Außenräume und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Das zweigeschossige Gebäude ist ein Massivbau, die Fassaden alle nach Süden gerichtet. Große Fenster und großzügige hohe Gruppenräume lassen viel Licht hinein. Die Form des Gebäudes ist dem unterirdisch fließenden Neckar in einer Art “Schlangenform” nachempfunden. So gibt es drei Innenhöfe, die aber auch von außen sichtbar und zugänglich sind. Darüber hinaus ist ein begrüntes Dach geplant.

Die hellen, modernen Räume und die anregungsreiche Umgebung werden in der Kita Neckarsterne ab Ende 2015 durch eine liebevolle ganzheitliche Betreuung und eine Pädagogik ergänzt, die die Kinder beim Spielen und Lernen unterstützt und herausfordert. Die Kita bietet 65 Plätze, darunter 35 Krippenplätze für Kinder von 0 bis 3 Jahren und 30 Kindergartenplätze für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Sie wird je nach Bedarf der Eltern für bis zu zehneinhalb Stunden täglich geöffnet sein. Betreuungszeiten sind flexibel buchbar.

Gute Rahmenbedingungen für berufstätige Eltern
“Uns ist es wichtig, dass berufstätige Eltern, in unseren Kinderhäusern Rahmenbedingungen vorfinden, die es ihnen erleichtern, Familie und Beruf zu vereinbaren”, sagt Träger-Geschäftsführerin Waltraud Weegmann. Die flexiblen und langen Betreuungszeiten sind nicht das einzige, was den Eltern ein gutes Gefühl gibt: Die Kinder erhalten in den Kinderhäusern eine gesunde Vollverpflegung aus der hauseigenen Küche. Auch das ist eine wesentliche Entlastung für berufstätige Mütter und Väter.

Pädagogik nach element-i-Konzept
Das Kinderhaus Neckarsterne arbeitet nach dem von Konzept-e entwickelten und bereits mehrfach ausgezeichneten pädagogischen Konzept element-i. Der Begriff verbindet das Wort “elementar” für eine grundlegende frühe Pädagogik mit einem “i”, das für die zentralen Begriffe des Konzepts steht: Individuen, Interessen und Interaktion. “Kinder bilden sich individuell, an Hand von Dingen, die sie unmittelbar angehen, die sie interessieren und begeistern. Angefacht wird der Lernprozess durch den Austausch mit den Erzieherinnen und Erziehern und den anderen Kindern. Von dieser Erkenntnis leitet sich unser Konzept ab”, erläutert Carola Kammerlander, pädagogische Geschäftsführerin, die das pädagogische Konzept formuliert hat.

Engagement für gute frühe Betreuung und Bildung in Deutschland
Das Konzept-e-Netzwerk engagiert sich politisch und fachlich für den Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland, für eine qualitativ hochwertige Pädagogik sowie für die Weiterentwicklung der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung.

Das Konzept-e-Netzwerk ist seit seiner Gründung 1988 kompetenter Partner für Kommunen und Unternehmen in Bildungs- und Sozialfragen. Der Aufbau und Betrieb öffentlicher und betriebsnaher Kindertagesstätten mit hohem Qualitäts- und Bildungsstandard sowie deren Organisationsentwicklung sind die wichtigsten Geschäftsfelder. Heute gehören zum Netzwerk knapp 40 Kitas, zwei Grundschulen, drei Freie Duale Fachschulen für Erzieherinnen und Erzieher sowie die Entwicklung von Konzepten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Der Anspruch einer qualitativ hochwertigen Bildung und Betreuung ist in der eigenen element-i-Pädagogik formuliert. Um dies allen Kindern zu ermöglichen, wurde 2011 die element-i-Bildungsstiftung ins Leben gerufen.

Das Konzept-e-Netzwerk beschäftigt bundesweit rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu ihm gehören die Trägervereine Kind e.V. Stuttgart, Kind und Beruf e.V., Kind und Beruf gGmbH, Konzept-e für Kindertagesstätten gGmbH und die Konzept-e für Schulen gGmbH.

Das Konzept-e Netzwerk veranstaltet jährlich den Kongress Invest in Future, der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zeitgemäße Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern von 0 bis 10 Jahren in den Fokus nimmt. Er findet das nächste Mal am 19. und 20. Oktober 2015 in Stuttgart statt.

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