Recht am Bild in der Schule – Einwilligung

Worauf Schüler, Eltern und Lehrer beim Recht am eigenen Bild achten sollten.

Recht am Bild in der Schule - Einwilligung
Fotofreigabe für Schüler

In der Schule soll gelernt werden und es sollen keine Fotos von den Schülern gemacht werden! Das ist zumindest die Meinung einiger Eltern, die sich mit dem Thema Fotofreigabe ihrer Kinder beschäftigen. Andere Eltern wünschen sich von Ihren Kindern möglichst viele Foto aus der Schulzeit. Dabei kann es sich um Klassenfotos, Schülerfotos von Sportveranstaltungen, Schülerfotos von Festen oder Schülerfotos für die Website der Schule handeln.

Bei einer rechtlichen Betrachtung zu diesem Thema sind nicht nur das Bundesdatenschutzgesetz und das Landesdatenschutzgesetz zu beachten, sondern auch weitere Gesetze wie beispielsweise das Kunsturhebergesetz (KUG). Es gab in jüngster Vergangenheit ein Urteil, nach dem die “Veröffentlichung von Foto- und Videoaufnahmen bei Sportveranstaltungen zulässig sind, wenn durch ihre Verbreitung keine berechtigten Interessen des Darbietenden verletzt werden” (Bundesgerichtshof zu Sportveranstaltungen Az.: VI ZR 125/12). Nur wie sollten Lehrer die berechtigten Interessen der Schüler vertreten? Am besten, indem zwischen Schule und Eltern ein Einverständnis herrscht, was den Umgang mit den Bildern der Heranwachsenden angeht. Und wie könnte die beste Vorgehensweise nun aussehen? Hilfreich für beide Seiten ist keine Pauschalisierung, also keine pauschale Einwilligung zu allen Arten von Fotos und zu jeglichen Zwecken der Fotos.

Hilfreich ist eine differenzierte Betrachtung der Absichten. Zu unterscheiden ist, ob beispielsweise der Zweck Marketing ist, und die Schülerfotos auf der Website veröffentlicht werden sollen. Dies sollte klar aus der Fotofreigabe hervorgehen. Oder haben die Schülerfotos den Zweck, für die Schülerzeitung verwendet zu werden, dann sollte dies klar herausgestellt werden. Der Trick besteht darin, die Einwilligung nicht pauschal einzuholen, auch wenn dies seitens der Eltern häufig unterschrieben würde und auf den ersten Blick für die Schule einfacher zu handhaben wäre.

Besser ist es, pro Zweck eine Einwilligung einzuholen und dies kann ganz einfach mittels eines Formulars abgefragt werden. Das Formular mit der Überschrift “Fotofreigabe: Recht am eigenen Bild Ihres Kindes” kann dann beispielsweise in die nachfolgenden Kategorien eingeteilt werden: Zustimmung oder Ablehnung für Klassenfotos, die in Papierform oder digital den Eltern zur Verfügung gestellt werden, Zustimmung oder Ablehnung von Schülerfotos, die von Schulereignissen gemacht werden und schließlich die Zustimmung oder Ablehnung von Schülerfotos, die auf der Website veröffentlicht werden sollen. Bleibt zum Schluss noch die Frage nach der Anzahl der geplanten Schülerfotos pro Zweck!

Um die Rückläuferquote der Einwilligungen dramatisch zu erhöhen, hat sich gezeigt, dass Schätzwerte der Schule aus der Vergangenheit den Eltern eine gute Orientierung geben können. Dies kann ggf. dazu führen, dass eine Einwilligung bei wenigen Fotos gegeben wird, eine Ablehnung jedoch bei vielen prognostizierten Fotos.

Das Unternehmen suhling management consulting hat ihre Expertise im Datenschutz und IT-Sicherheit. Sie beschäftigt sich mit Managementsystemen (ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001), deren Auditierung, Aufbau und Aufrechterhaltung und seit 2007 mit dem Datenschutz, sowie der Zertifizierung von Managementsystemen. suhling management consulting bietet Ihre Dienstleistung als interner und externer Datenschutzbeauftragter für Unternehmen an.

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Niedrige Gehälter und schlechtes Ansehen der Lehrer schuld am PISA-Ergebnis?

London, 3. Dezember 2013 – Heute kommen die Ergebnisse der PISA-Studie raus und bereits ist bekannt, dass Deutschland wieder nur im Mittelfeld rangiert. Bereits vor zwei Monaten wurden Deutschland ebenfalls durchschnittliche Ergebnisse im Varkey GEMS Global Teacher Status Index 2013 ( www.varkeygemsfoundation.org/TeacherIndex ) attestiert. Jedoch ging es hierbei nicht um die Leistungsbewertung der Schüler, sondern um die Einschätzung der einzelnen Bewohner eines Landes, wie Sie den Status der Lehrer einschätzen. Deutschlands Lehrer hatten dabei in der Gesellschaft mit Platz 16 von 21 einen eher niedrigeren Status.

Spannend gestalten sich der Vergleich beider Studien und die Suche nach Korrelationen, denn einen Zusammenhang zwischen einem hohem Lehrerstatus und einem guten PISA-Ranking scheint es zu geben. Vikas Pota, CEO der Varkey GEMS-Stiftung, bestätigt: “Deutschland liegt wieder einmal, im Mittelfeld der PISA-Rangliste. Es zeigt sich, dass die Länder mit den höchsten PISA-Rankings auch die Länder sind, die die besten Absolventen als Lehrer gewinnen und halten können, da in diesen Ländern die Lehrer entsprechend entlohnt und geachtet werden. Unsere eigenen kürzlich publizierten Ergebnisse des Varkey GEMS Global Teacher Status Index 2013 zeigen, dass die Menschen in Deutschland dieser Vorgehensweise zustimmen, denn die Studie belegt, dass die Deutschen wünschen, dass beispielsweise das Anfangsgehalt der Lehrer von weiterführenden Schulen rund 1.500 Euro höher liegen sollte, als das derzeit aktuelle Niveau. Vielleicht wird das PISA-Ergebnis in Zusammenhang mit der Varkey GEMS Global Teacher Status Index 2013 in den kommenden Debatten richtungsweisend sein, um über die Entlohnung von und den Respekt vor den Lehrern zu sprechen.”

Varkey GEMS Global Teacher Status Index 2013 – DEUTSCHLAND (Oktober; bereits veröffentlicht):

1. Über 40 % aller befragten Deutschen sind der Ansicht, dass Schüler ihre Lehrer nicht respektieren. Weniger als 20 % sind der Ansicht, dass Schüler Respekt vor ihren Lehrern haben; eine Zahl, die – außer in Frankreich – unter den Prozentsätzen der anderen befragten europäischen Länder liegt.

2. Deutschland liegt fast am unteren Index-Ende bezüglich der Frage, ob man darauf vertraue, dass Lehrer eine gute Bildung für Schüler gewährleisten; wobei deutsche Lehrer nur sechs von zehn Punkten erhielten und somit hinter allen anderen befragten europäischen Ländern rangieren.

3. In Deutschland würden weniger als 20 % der Befragten ihre Kinder dazu ermutigen, Lehrer zu werden. Deutschland liegt damit auf Platz 17 von 21 Ländern; d. h. fast am unteren Index-Ende bezüglich dieser Fragestellung und hinter allen anderen europäischen Ländern.

4. Vor Lehrern weiterführender Schulen sowie Schulleitern haben die Deutschen mäßigen Respekt; als die Befragten jedoch angeben sollten, wie sehr sie Grundschullehrer im Vergleich zu anderen Berufen respektierten, rangierte Deutschland von allen Ländern an fünftletzter Stelle.

5. Fast 40% aller Deutschen fordern mehr Einfluss der Gewerkschaften auf Lehrgehälter und Arbeitsbedingungen. Ca. 15 % der Befragten wünschen sich weniger Einfluss der Lehrergewerkschaften.

6. Auf die Frage, ob die Umfrageteilnehmer Vertrauen in das Bildungssystem ihres Landes hätten, gaben die Deutschen moderates Vertrauen in ihr Bildungssystem an und stuften es im internationalen Ranking im mittleren Bereich ein. Die Bewertung ist besser als die von Frankreich, liegt aber hinter Großbritannien, den USA und Finnland.

7. Ebenso wie bei zwei Drittel aller teilnehmenden Länder wird der Lehrberuf auch in Deutschland am ehesten mit dem Status eines Sozialarbeiters gleichgesetzt.

8. Auf die Frage, welches Lehrergehalt sie für fair hielten, gaben die Befragten eine Zahl an, die dem tatsächlichen Gehalt eines deutschen Lehrers sehr nahe kommt. Abgesehen von der Schweiz war diese Gehaltsangabe jedoch höher als in allen anderen befragten Ländern.

Über Varkey GEMS Foundation
Die Varkey GEMS Foundation ist der gemeinnützige, philanthropische Zweig von GEMS Education, der ins Leben gerufen wurde, um den Bildungsstandard unterprivilegierter Kinder zu verbessern.
www.varkeygemsfoundation.org/TeacherIndex
Twitter: @VarkeyGEMS #TeacherIndex
Facebook: VarkeyGemsFoundation

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Deutschland
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Schritt für Schritt: Inklusion in Schule und Unterricht

Ein Arbeitsbuch für die Praxis

Schritt für Schritt: Inklusion in Schule und Unterricht
Inklusion: Chance für Schule und Unterricht

Inklusion ist machbar und bietet eine echte Chance – aber nicht automatisch, sondern nur wenn Unterricht und Schule systematisch entwickelt werden. Dies ist der nie beschönigende, sondern zielorientierte Ansatz von “Inklusion. Schritt für Schritt”, dessen Autorinnen auf langjährige Erfahrungen in der inklusiven Pädagogik zurückblicken. Mit dem neuen Band legen sie ein handfestes und gleichzeitig theoretisch fundiertes Arbeitsbuch für alle vor, die sich mit Inklusion im Schulalltag beschäftigen und Orientierung, Anregungen und Hinweise suchen.

“Inklusion. Schritt für Schritt” weist über verschiedene Stufen einen Weg zum inklusiven Unterricht. Im ersten Teil hilft der Band dabei, die persönliche Einstellung und Haltung zur inklusiven Bildung sowie die eigene Rolle im Unterricht zu reflektieren. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Blick auf das System Schule – denn Inklusion kann nur funktionieren, wenn förderliche Rahmenbedingungen geschaffen werden und Schule konzeptionell und praktisch weiterentwickelt wird. Das gilt auch für den Unterricht: Hier betrachtet der neue Band Möglichkeiten der Teamarbeit, Unterrichtsmethoden, Individualisierung oder Leistungsbewertung. Jeden Schritt begleiten Checklisten, Praxisbeispiele veranschaulichen die Inhalte. Die Autorinnen ermuntern, weitere Personen zur eigenen Arbeit und Reflexion hinzuziehen, andere Institutionen einzubinden und Aufgaben gemeinsam oder arbeitsteilig zu erledigen. Dabei gehen sie stets davon aus, dass nicht alles sofort geändert und verbessert werden kann, es aber wichtig ist zu wissen, in welche Richtung man sich bewegen möchte. Eben Schritt für Schritt – zum Ziel.

Zu den Autorinnen: Gundula Dechow ist Regelschullehrerin und Sonderschullehrerin (Fachrichtungen “Hören” und “Sprache”) und arbeitet in der Integration an allen Schulformen am Landesförderzentrum Hören in Schleswig. Konstanze Reents ist Förderschullehrerin in Niedersachsen (Schwerpunkte “Lernen” und “Geistige Entwicklung”) und arbeitet u.a. im Rahmen des Regionalen Integrationskonzepts an Regelschulen. Katja Tews-Vogler ist Gymnasiallehrerin und Sonderschullehrerin. Sie arbeitet am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein in der Lehreraus- und -fortbildung.

Inklusion. Schritt für Schritt. Chance für Schule und Unterricht. Von G. Dechow, K. Reents u. K. Tews-Vogler. 152 S., ISBN 978-3-589-03949-4, Eur (D) 22,95 / Eur (A) 23,60 / sFr 35,30, Cornelsen Scriptor 2013

http://www.cornelsen.de

Die Cornelsen Schulverlage bündeln Erfolgsmarken wie Cornelsen, Duden Schulbuch, Oldenbourg Schulbuch oder Volk und Wissen. Das Verlagsunternehmen entwickelt neue Konzepte für Schule und Unterricht, um das Lernen und Lehren zu erleichtern und den digitalen Wandel an Schulen zu unterstützen. Curriculare Vorgaben werden in mehrjährigen Bildungsgängen und unterschiedlichen Medienformaten abgebildet. Das Verlagsprogramm umfasst Bildungsmedien für alle Fächer, Schulformen und Bundesländer. Heute sind die Cornelsen Schulverlage fester Bestandteil der Bildungslandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kontakt:
Cornelsen Schulverlage
Judith Krieg
Mecklenburgische Straße 53
10437 Berlin
030-89785-186
judith.krieg@cornelsen-schulverlage.de
http://www.cornelsen.de

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Erfolgreich gegen Kettenverträge: 3-Wochen-Klagefrist wahren

Aktuelle Urteile der Arbeitsgerichte erhöhen Chancen für erfolgreiche Klagen von Lehrern
Aneinanderreihung befristeter Arbeitsverträge unrechtmäßig

Wittlich. Befristete Arbeitsverträge bilden nicht nur den Hemmschuh für die angestrebte Karriere, sie verhindern auch eine langfristige Lebens- und Familienplanung. Besonders junge Lehrer hangeln sich oft von einem befristeten Vertrag zum nächsten und stehen zur Sommerzeit mit Hartz IV auf der Straße. Das muss nicht mehr sein.
Urteile des Bundesarbeitsgerichts und des rheinland-pfälzischen Landesarbeitsgerichts haben inzwischen den Weg frei gemacht für Klagen betroffener Lehrer. Anwaltskanzleien berichten von einer erheblichen Anzahl erfolgreicher Entfristungen allein in vergangenen Wochen. Darunter befand sich mancher Extremfall. So unterrichtete eine Lehrerin seit zwölf Jahren in wechselnden befristeten Verträgen Mathematik und Chemie.

Zahlreiche Entfristungen in den vergangenen Wochen

Häufig kennen die Vertretungslehrer die Kollegen nicht, die sie vertreten sollen. Oft sind sie in anderen Schulen eingesetzt als in den vereinbarten, unterrichten andere Fächerkombinationen und müssen sich außerdem mehr als das Stammpersonal engagieren, um den Schulleitern positiv aufzufallen. Sie übernehmen Sonderaufgaben wie Klassenfahrten und Wandertage. Trotz dieses Drucks gehen sie oft sogar krank zur Schule. Die kürzlich aufgestellte Behauptung der Mainzer Landesregierung, bei befristeten Verträgen handele es sich stets um Bedarfsvertretungen, erweist sich in der Praxis als falsch.
Betroffene Vertretungslehrer müssen unbedingt die geltende 3-Wochen-Frist beachten. Da die Ferien beispielsweise in Rheinland-Pfalz am 5.Juli begonnen haben, müssen sie bis spätestens 26. Juli Klage gegen ihre Verträge einreichen, um ihre Chancen auf einen positiven Ausgang zu wahren.

Informationen über die Kanzlei Dr. Bastgen Rechtsanwältinnen

Die Kanzlei Dr. Bastgen Rechtsanwältinnen in Wittlich wurde 1994 als Kanzlei für Arbeitsrecht und Familienrecht gegründet. Die Rechtsanwältinnen der Kanzlei setzen sich für einen gerechten Ausgleich in rechtlichen Streitfällen ein. Das betrifft auch das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern. Damit engagieren sich die Anwältinnen praxisnah für die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit im Alltag.

Frau Dr. Margit Bastgen setzt sich seit über 32 Jahren für die Rechte von Mandanten ein. Ihre juristische Karriere hat sie als Richterin begonnen. Bastgen ist Fachanwältin für Arbeitsrecht.

Kontakt zur Kanzlei
Dr. Margit Bastgen Rechtsanwältinnen
Talweg 7
54516 Wittlich
Tel: (06571) 9124-0
Mail: email@bastgen.com
www.bastgen.com

Rechtsanwaltskanzlei mit Fachanwaltschaften für Arbeitsrecht, FAmilienrecht, Erbrecht

Kontakt:
Dr. Bastgen RAinnen
Margit Dr. Bastgen
Talweg 7
54516 Wittlich
06571/ 91 24-0
email@bastgen.com
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Verbesserte Rechtslage für Lehrer: Umgehend Klage einreichen

Befristete Arbeitsverträge (Kettenverträge) stellen häufig Rechtsmissbrauch dar
Hartz IV zur Sommerzeit abwenden
Innerhalb von 3 Wochen klagen

Die Rechtslage für Lehrer, die über Jahre in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt wurden, hat sich deutlich verbessert. Mit Beginn der Sommerferien beginnt für zahllose Lehrer erneut die bange Zeit: Sie wissen nicht, ob ihr Fristvertrag zum nächsten Schuljahr erneuert wird. Nach neuester Rechtsprechung sind die Chancen für eine erfolgreiche Klage gegen diese sogenannten Kettenverträge deutlich gestiegen. Es bestehen bessere Aussichten, aus befristeten Arbeitsverträgen in eine Festanstellung zu gelangen.

Viele Verträge erweisen sich rein inhaltlich als nicht haltbar. Voraussetzung für einen befristeten Arbeitsvertrag ist nach dem Urteil eines rheinland-pfälzischen Arbeitsgerichts der unmittelbare Kausalzusammenhang zwischen dem ausfallenden Lehrer und der Person, die ihn vertritt. Die Beweislast liegt dabei auf Seiten des Landes (AG Trier, 18.1.2012, AZ. 4 Ca 1230/11). Wer demnach beispielsweise seine Vertretungszeit an einer anderen Schule ableistet als an jener, an der der abwesende Lehrer arbeitet, hat reelle Chancen auf einen Prozessgewinn. Auf Dauer und Anzahl der geleisteten Stunden kommt es nicht ausschlaggebend an. Die Frage, ob beispielsweise ein Sport- durch einen Mathematiklehrer oder ein Musik- durch einen Biologielehrer ersetzt werden darf, wird von den Gerichten ebenfalls zunehmend zugunsten des Arbeitnehmers entschieden.

Drei-Wochen-Frist zur Klageerhebung

Anfang 2013 wertete das Landesarbeitsgericht RLP eine Verkettung von 17 Vertretungsverträgen über neun Jahre als institutionellen Rechtsmissbrauch. Die Befristung bei immer gleicher Beschäftigung war daher unwirksam. Als Bewertungskriterien zog das LAG die Gesamtdauer der befristeten Verträge, die Art der Tätigkeit, Laufzeit der Einzelverträge und das Zurückbleiben der Vertretungsdauer hinter dem Vertretungsbedarf heran (LAG Rheinland-Pfalz vom 11.1.2013, AZ 9 Sa 366/12).

Das Bundesarbeitsgericht geht in seinen Richtlinien noch weiter: Lehrern kommen die neuen Beurteilungskriterien zugute, die Richter inzwischen an ähnlich gelagerte Fälle anlegen müssen. Sie müssen ALLE Umstände JEDES Einzelfalls prüfen. Nicht mehr allein der letzte Fristvertrag muss in die Beurteilung mit einbezogen werden, sondern Gesamtdauer, Anzahl und Inhalt sämtlicher mit einer Lehrperson abgeschlossenen Arbeitsverträge müssen beleuchtet werden. So kann nach sechseinhalb Jahren und 13 hintereinander geschalteten Fristverträgen ein Fall von Rechtsmissbrauch gegeben sein (BAG vom 13.2.2013, 7 AZR 225/11).

Betroffene sollten den Mut zur Klage haben. Innerhalb von drei Wochen muss die Klage bei Gericht eingereicht sein. In Rheinland-Pfalz laufen die meisten befristeten Verträge am 3. Juli 2013, dem letzten Schultag, aus. In diesem Fall muss dem Gericht spätestens am 24. Juli 2013 die Klage vorliegen. Oft werden inzwischen auch außergerichtlich Ansprüche auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag anerkannt. Damit ist der Weg frei für eine solide Lebensplanung.

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Die Kanzlei Dr. Bastgen Rechtsanwältinnen in Wittlich wurde 1994 als Kanzlei für Arbeitsrecht und Familienrecht gegründet. Die Rechtsanwältinnen der Kanzlei setzen sich für einen gerechten
Ausgleich in rechtlichen Streitfällen ein. Das betrifft auch das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern. Damit engagieren sich die Anwältinnen praxisnah für die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit im Alltag.
Frau Dr. Margit Bastgen setzt sich seit über 32 Jahren für die Rechte von Mandanten ein. Ihre juristische Karriere hat sie als Richterin begonnen. Bastgen ist Fachanwältin für Arbeitsrecht.

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