Platooning

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Unter Platooning versteht man in der Logistikbranche das Koppeln von zwei oder mehreren LKWs über WLAN. Dabei wird der vorausfahrende LKW herkömmlich von einem Fahrer gesteuert. Der zweite LKW erhält per WLAN Signale des vorausfahrenden LKW, wenn dieser beschleunigt, abgebremst oder gelenkt wird. Über diese Signale werden die automatische Abstandsregelung und andere elektronische Assistenzsysteme direkt angesteuert, so dass der zweite LKW komplett autonom dem ersten LKW folgen kann. Der Fahrer im zweiten Fahrzeug ist nur noch zur Sicherheit im Fahrzeug.

Ziel des Plaatoning ist es die Abstände zwischen den LKW so zu verkürzen, dass der Windschatten des vorausfahrenden Fahrzeuges genutzt werden kann. Damit ist es möglich Treibstoff zu sparen und somit auch den CO2-Austoß der Flotte zu reduzieren.

Bereits 2016 wurde in der European Truck Platooning Challenge bewiesen, dass Platooning technisch funktioniert. Im Mai 2017 vereinbarte die Deutsche Bahn (DB Schenker) eine Kooperation mit der Hochschule Fresenius und MAN Bus & Truck. In diesem Projekt soll Platooning im Logistikalltag erprobt werden.

In dem aktuell auf der A9 laufenden Projekt kommen normale Berufskraftfahrer und keine speziell ausgebildeten Testfahrer zum Einsatz. Während des Projektes wird geprüft, wie sich das Platooning im Alltag technisch verhält, aber auch die Auswirkungen des autonomen Fahrens auf die Fahrer wird untersucht: Durch aufwändige neurophysiologische und psychosoziale Analysen soll geklärt werden, wie sich die Mensch-zu-Maschine-Kommunikation auf die Fahrer auswirkt und wie diese noch optimiert werden kann.

Zu Beginn des Tests im April 2018 wurde mit LKWs ohne Ladung getestet, um die Fahrer zu schulen und mit den grundsätzlichen Abläufen beim Platooning vertraut zu machen. Im weiteren Verlauf des Projektes werden dann aber auch reguläre Linienfahrten mit Ladung zwischen München und Nürnberg bis zu 3x täglich erprobt.

Laut Projektteilnehmer wird das autonome Fahren die Logistikbranche in den kommenden Jahren deutlich verändern. Neben dem Platooning erprobt die deutsche Bahn auch andere Methoden des autonomen Fahrens. So kommt z.B. in der Nürnberger Niederlassung von DB Schenker ein vollautomatischer “Wiesel” der Firma KAMAG zum Einsatz. Dieser kann auf dem Logistikhof Wechselbrücken vollautomatisch bewegen.

 

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