Akzeptanz von Mobile Payment steigt

Wirft man einen Blick auf den sogenannten „Mobile Payment Report 2019“, der von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC veröffentlicht wurde, so wird schnell klar: Mobile Payment, also das mobile Bezahlen, wird immer beliebter – vor allem bei den unter 30-Jährigen. Denn in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen haben 46 Prozent angegeben, schon einmal den Service genutzt zu haben.

Für welchen Anbieter soll man sich entscheiden?

Wer mit dem Handy bezahlen will, der braucht – abhängig vom gewählten Anbieter – einen entsprechenden Mobilfunkvertrag sowie eine Kreditkarte oder ein Bankkonto. Nachfolgende Anbieter stehen aktuell zur Verfügung:

Apple Pay

Entscheidet man sich für den Anbieter Apple Pay, so ist eine Kreditkarte, beispielsweise von American Express, erforderlich. Es können aber auch Kreditkarten der Banken N26 wie der Deutschen Bank hinterlegt werden. Die Einrichtung ist selbsterklärend und wird somit auch Anfänger vor keine großen Herausforderungen stellen.

Google Pay

Auch hier ist eine Kreditkarte, beispielsweise von der Commerzbank, erforderlich, um Google Pay nutzen zu können. Die App steht natürlich kostenlos zur Verfügung und kann jederzeit runtergeladen und auf dem Smartphone installiert werden.

Samsung Pay

Wer ein Smartphone aus dem Hause Samsung verwendet, der kann mit Samsung Pay auf eine eigene App zugreifen. Hier ist ein Bankkonto erforderlich, damit die App verwendet werden kann.

Netto

Von Seiten des Discounters gibt es ebenfalls eine eigene App, damit man im Supermarkt an der Kassa mit seinem Smartphone bezahlen kann. Hier benötigt man ein entsprechendes Bankkonto, um die kostenlose App des Discounters nutzen zu können.

Deutsche sind nicht abgeneigt

Die jungen Verbraucher sind natürlich in die Vorreiterrolle geschlüpft. Die Studie der PwC zeigt ganz klar, dass Mobile Payment, auch in Deutschland, immer beliebter wird. 69 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben angegeben, regelmäßig Mobile Payment nutzen zu wollen. In der Alterskategorie „60+“ waren es gerade einmal 10 Prozent. Jedoch kann sich, sofern die Methode sicher ist und zudem auch überall akzeptiert wird, jeder zehnte Deutsche vorstellen, den Dienst einmal in Anspruch zu nehmen. Vorwiegend nutzen die Deutschen das Smartphone dann, wenn es darum geht, Kleidung, Schuhe wie Accessoires zu kaufen.

Und obwohl die Deutschen, verglichen mit anderen Europäern, recht vorsichtig und zurückhaltend sind, wenn es darum geht, neuen Bezahlmethoden das Vertrauen zu schenken, so haben 59 Prozent der Befragten zugestimmt, dass mit Mobile Payment durchaus der Bezahlvorgang erleichtert wird. Die verbesserte Kontrolle, die hier zum Einsatz kommt, finden etwa 55 Prozent besser. Denn wer mit seinem Smartphone seinen Einkauf bezahlt, der hat hier die sofortige Kostenkontrolle. Zudem gaben 47 Prozent an, sie würden es als Vorteil verstehen, nicht mehr darauf achten zu müssen, genug Bargeld bei sich zu haben.

Was das Bezahlen mit dem Smartphone betrifft, so scheint vor allem auch der Umstand positiv zu sein, dass immer mehr mit Kryptowährungen gearbeitet wird – etwa über Bitcoin Superstar. Denn digitale Währungen befinden sich auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft. Die Tatsache, dass hier neue Wege stärker in den Vordergrund drängen, hilft ungemein, wenn es darum geht, auch neuen Bezahlmethoden das Vertrauen zu schenken. Denn auch der Bitcoin wird immer häufiger akzeptiert, sodass auch mit der Kryptowährung bezahlt werden kann.

Wie funktioniert der Bezahlvorgang mit dem Smartphone?

Wie der Bezahlvorgang mit dem Smartphone funktioniert? Das Handy muss mit dem sogenannten NFC-Chip ausgestattet sein – das heißt, es geht um die Unterstützung der „Near Field Communication“. Wird die entsprechende App, so etwa Google Pay, am Smartphone aktiviert und in Richtung Terminal gehalten, so folgt der Datentransfer und die Überweisung wird durchgeführt.

Der entsprechende Betrag wird dann direkt vom hinterlegten Konto, also entweder vom Bankkonto oder der Kreditkarte, abgebucht.

Informationen zum „Mobile Payment Report 2019“

Von Seiten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wurden 1.000 Deutsche, 500 Österreicher, 500 Schweizer, 500 Türken, 500 Belgier sowie 500 Niederländer befragt. Die Erhebung fand zwischen den Monaten September und Oktober 2018 statt. Apple Pay stand zu diesem Zeitpunkt bereits in den Startlöchern, Google Pay konnte hingegen schon genutzt werden. Es gab sozusagen schon Erfahrungswerte.

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Bargeld vs. Kartenzahlungen – Sind wir bereit für bargeldloses Bezahlen?

Deutschland gilt als das Land der Dichter und Denker. In literarischen Sphären schwebend und verbunden mit den ehrlichen Werten des Alltages, an denen gern festgehalten wird. Was sich bewährt hat, hat Tradition. Diese Ansicht lässt sich auch auf das Verhalten und Festhalten an Bargeld übertragen, was Deutschland als europäisches Land stark auszeichnet. Während andere Länder mit kontaktlosem Bezahlen und alternativen Zahlungsmöglichkeiten weit vorangeschritten sind, hält der Deutsche am Kleingeld fest. 

Viele physische Produkte braucht der Mensch nicht mehr, um seinen Alltag zu bestreiten. Bücher wandeln sich in E-Books, Musik wird gestreamt, Filme kommen per WLAN in das eigene Heimkino und Spiele finden nur noch selten als Brett-Variante am Küchentisch statt. Die Entwicklung in Richtung online basierter und mobiler Anwendungen ist unaufhaltsam: Freizeitangebote benötigen nicht zwangsläufig greifbare Produkte. Online Casinos beweisen, wie es funktioniert, und sind in einer vielfältigen Art und Weise expandiert. Der Weg an den Roulettetisch in der örtlichen Spielbank ist nach wie vor ein tolles Erlebnis, aber am Spiel mit der Kugel kann auch bequem von Zuhause teilgenommen werden. 

Wenn es für physische Produkte jeweils digitale Alternativen gibt, warum hängt besonders Deutschland an seinem Bargeld? Trotz boomenden Online Handel und bargeldlosen Zahlungsmitteln wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal, gehört Deutschland zu den wenigen europäischen Ländern, die Kartenzahlungen und alternative Bezahlmethoden noch nicht flächendeckend einsetzen.

Großbritannien und Skandinavien liegen vorn

Eine Untersuchung ergab, dass in Deutschland 3 von 4 Personen ihre Einkäufe noch mit Bargeld bezahlen. Ganz im Gegensatz dazu steht Schweden beispielsweise, wo der bargeldlose Zahlungsverkehr federführend vom Staat gefördert wird. Das Resultat: Weniger Falschgeld befindet sich im Umlauf und weniger kriminelle Taten in Bezug auf Raub sind die Folge. Zusätzlich ist es für den Verbraucher deutlich angenehmer: Ein zeitraubender Umweg, der am Geldautomaten vorbeiführt, gehört der Vergangenheit an. Einen positiven Kontostand vorausgesetzt, ist Zahlen immer möglich.

An diesem Punkt ist Deutschland leider noch nicht angekommen. Der Einzelhandel akzeptiert zwar Kartenzahlungen problemlos, doch kleinere Boutiquen oder Eckkneipen setzen weiter auf bewährtes Kleingeld. Der Grund liegt in den Gebühren, die pro Transaktionen abgerechnet werden und die Geschäftsinhaber zu tragen haben. Je nach Durchlauf der Kundschaft mindert dies den täglichen Umsatz um mehrere Euros im vierstelligen Bereich.

Hoffnung liegt auf Änderungen seitens der Regierung

Doch auch Verbraucher zögern noch häufig digitale Zahlungsmethoden einzusetzen oder ihre Karte zu zücken. Die Angst vor Datenmissbrauch ist hoch und bremst die digitalen Zahlungsoptionen aus. Zwar werden auf Social Media Accounts und anderen Onlineangeboten freiwillig Daten und eingegeben, um im Internet zu shoppen, doch das Misstrauen bei Kartenzahlung im Einzelhandel bleibt. Ein Thema, dem sich auch die Politik widmen sollte und mehr die Wirtschaft in diesem Bereich unterstützen sollte.

Die Liebe zwischen den Deutschen und ihrem Bargeld wird weiterhin noch bestehen bleiben. Die Zukunft wird zeigen, ob Bargeld eine Chance hat bei der stetigen Entwicklung neuer Zahlungsmöglichkeiten oder ob der Handel vor den steigenden Schnittstellen, Kompatibilitätsarbeiten und Zusatzgeräten zurückschreckt. Bis dahin wird in vielen Supermärkten und Bars noch auf den Cent genau gezahlt werden. 

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