Windreich GmbH: Anleger ohne Kapitän

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet – Windreich GmbH stellt Insolvenzantrag und Firmenchef Balz verlässt das sinkende Schiff!

Windreich GmbH: Anleger ohne Kapitän

Rechtsanwältin Helena Winker, Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte, Berlin

Die Anleger der Windreich GmbH müssen jetzt stark sein, denn leider kam es wie es kommen musste – die Windreich GmbH (vormals Windreich AG) hat nun doch den Insolvenzantrag gestellt. Der Windpark – Entwickler ist pleite und die Anleger stehen vor der großen Frage: bedeutet dies den Totalverlust und wer ersetzt diesen Schaden?

Der Hauptverantwortliche “is gone with the wind”

Der auch aus den Medien bekannte Windreich – Chef Willi Balz ist als Chef seines Unternehmens nach dem Insolvenzantrag abgetreten, bevor die Luft zu dünn wird! Der Firmenchef hatte Großes vor mit der Windreich GmbH: Beteiligungen an Unternehmen aller Art, ferner die Förderung von regenerativen Energien durch die Projektierung, Erstellung, Betrieb und Vertrieb von entsprechenden Anlagen, insbesondere Windkraftanlagen sowie die Vermittlung von Anteilen an Gesellschaften zum Erwerb und Betrieb solcher Anlagen. Das alles natürlich verbunden mit lukrativen Renditen für die Anleihen Inhaber. Was bleibt nun von der großartigen Idee für die betroffenen Anleger? Der Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beim Amtsgericht Esslingen.

Was bedeutet ein Insolvenzverfahren in Eigenregie?

Der Unterschied zum Regelinsolvenzverfahren ist derjenige, dass die Geschäfte keinem Insolvenzverwalter überlassen werden, sondern das Unternehmen zunächst vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt ist. Dies allerdings nur für eine Zeit von drei Monaten. Danach wird sich herausstellen, ob die Sanierung der Windreich GmbH erfolgreich durchgeführt werden konnte oder nicht. Nach Medienberichten wurde dem bisherigen Berater Herr Werner Heer die Leitung übertragen. Er und sein Team sollen auch für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes zuständig sein. Eine Überprüfung des Rettungskonzeptes soll durch den Sachverwalter Holger Blümle erfolgen.

Was ist für Anleger von dem Insolvenzverfahren zu erwarten, auf welche Hoffnung kann gebaut werden?

Zwar wird das Insolvenzverfahren in Eigenregie nicht mehr durch Willi Balz betrieben, allerdings ist dies keine Gewährleistung dafür, dass die Gelder der Anleger gerettet werden. Den Anlegern ist daher nahezulegen, sich bereits jetzt durch fachlich erfahrene Rechtsanwälte beraten zu lassen.

“…Die betroffenen Anleger der Windreich GmbH sollten spätestens jetzt nicht mehr all ihre Hoffnung auf eine Sanierung der Windreich GmbH setzen. Die Verantwortlichen führten die Anleger schon an der Nase herum, als die Veröffentlichung der lang erwarteten Bilanz nicht stattfand. Von der Sanierung der Windreich GmbH darf nicht zu viel erwartet werden. Zielrichtung für die durch Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte bereits vertretenen Mandanten ist vielmehr die Inanspruchnahme von Dritten auf Schadensersatz. Hierzu zählen etwa Finanzberater, die beratenden Banken und weitere Vertriebsunternehmen, die die Anleihen der Windreich GmbH an zahlreiche Anleger unter falschen Versprechen vermittelten.”, so Rechtsanwalt Dr. Tintemann von der Verbraucherkanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte .

Wie sollten betroffene und verunsicherte Anleger vorgehen?

” Die Erfahrung hat gelehrt, dass schnelle und gezielte Handlung zur Sicherstellung von Zahlen, Fakten und den weiteren Umständen für die betroffenen Anleger weiteren finanziellen Schaden erfolgreich eindämmen kann. Deshalb hat unsere Kanzlei bereits vor einigen Wochen Antrag auf Akteneinsicht bei der ermittelnden Staatsanwaltschaft Stuttgart gestellt, um die Verantwortlichen an der Windreich-Misere und den Schaden unserer Mandantschaft vollständig ausfindig zu machen. Die Verantwortlichen dieser Misere haben mit großer Wahrscheinlichkeit das Vermögen von zahlreichen Privatanlegern förmlich in den Wind geschossen und nun gilt es die Verantwortlichen für den Schaden der Anleger haftbar zu machen. Die Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner bereiten hierzu bereits Klagen gegen die uns bekannten Vermittler vor, die die betroffenen Anleger hinsichtlich der Windreichanleihe offensichtlich falsch beraten haben.”, führt Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Tintemann weiter aus.

Überprüfung auf Schadensersatzansprüche

Ansprüche auf Schadensersatz sollen auch gegen das Bankhaus J. Safra Sarasin in Betracht kommen, denn diese soll ihren Kunden bei der Beratung verschwiegen haben, dass sie selbst der Windreich GmbH mehrere Millionen EUR Kredit zur Verfügung stellte. Sollte sich herausstellen, dass die Bank tatsächlich Kunden für die Windreich-Anleihe angeworben und beraten hat und gleichzeitig aufgrund der Kreditvergabe an die Windreich GmbH die vorliegende Interessenkollision verschwieg, so kann diesen einen Schadenersatzanspruch nach § 280 BGB begründen.

Willi Balz hat die Anleiheninhaber der Windreich GmbH lange genug zum Narren gehalten, in dem er immer wieder den Aufschwung predigte und gleichzeitig jedoch die Veröffentlichung der harten Fakten verschob. Die Anleger sollten nunmehr ihre Interessen bündeln und um ihr investiertes Geld kämpfen! Ein Kampf gegen die Windmühlen ist zwar mühsam, aber gemeinsam mit vertrauensvollen Partnern an der Seite besteht Hoffnung für Gerechtigkeit.

V.i.S.d.P:

Helena Winker
Rechtsanwältin

Sofortkontakt Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte unter 030-715 206 70

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Die Kanzlei ist seit 1995 schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Kapitalanlagen- und Bankenrechts sowie auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes tätig und vertritt bundesweit die Interessen einzelner Anleger. Ergänzende Absenderangaben mit dem Kanzleistandort finden Sie im Impressum auf unserer Internetseite www.dr-schulte.de

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Steuerliche Absetzbarkeit von Wertgutachten im Scheidungsverfahren – Steuerrecht

Steuerliche Absetzbarkeit von Wertgutachten im Scheidungsverfahren – Steuerrecht

Steuerliche Absetzbarkeit von Wertgutachten im Scheidungsverfahren - Steuerrecht

GRP Rainer LLP

http://www.grprainer.com/Steuerrecht.html Bei der Bewertung des Werts einer Immobilie wegen der Pflicht zur Auskunftserteilung und der Zahlung von Zugewinn im Scheidungsverfahren, sind die dafür angefallenen Kosten nicht steuerlich abziehbar.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart www.grprainer.com führen aus: Das Finanzgericht (FG) Hessen entschied mit Urteil vom 02.07.2013, dass die Kosten für ein solches Wertgutachten nicht als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG abgezogen werden können, da die nötige Zwangsläufigkeit fehlt (Az. 13 K 985/12).

Vorliegend verlangte die ehemalige Ehefrau des Klägers Auskunft über dessen Endvermögen durch Vorlage eines Bestandsverzeichnisses und anderer notwendiger Unterlagen für die Wertermittlung. Der Kläger beauftragte daraufhin einen Gutachter mit der Erstellung des betreffenden Wertgutachtens. Dieser erstellte das kostenpflichtige Gutachten, dessen steuerliche Berücksichtigung das Finanzamt bei der Steuererklärung des Klägers verweigerte.

Der Kläger hatte das Wertgutachten als außergewöhnliche Belastung angegeben und führte aus, er hätte diese Kosten aus rechtlichen Gründen aufwenden müssen, da seine Ehefrau mit der Auskunftsklage ein solches Gutachten verlangt hatte.

Das Finanzgericht Hessen folgte dem nicht. Es wies die Klage mit der Begründung ab, der Kläger sei zur Erstellung des betreffenden Gutachtens nicht verpflichtet gewesen. Das Auskunftsbegehren der ehemaligen Ehefrau sei lediglich auf Vorlage der Unterlagen gerichtet gewesen, nicht auf die kostenpflichtige Erstellung eines Gutachtens. Dies entspricht laut FG Hessen auch der Rechtslage im Zivilrecht, wonach lediglich ein Auskunftsanspruch im Hinblick auf den Bestand des Endvermögens besteht. Der darüber hinausgehende Anspruch auf Wertermittlung sei nur auf Wertermittlung durch den Verpflichteten selbst oder seiner Hilfskräfte gerichtet.

Es bestehe kein Anspruch darauf, dass die Wertermittlung durch einen Sachverständigen erfolge. Insbesondere hatte die ehemalige Ehefrau die Beauftragung eines Sachverständigen lediglich als sinnvoll erachtet, nicht jedoch als zwingend. Das Gericht betonte, der Kläger habe den Sachverständigen selbstverantwortlich beauftragt und habe daher keinen Anspruch auf Kostenerstattung. Dies habe das Familiengericht im Kostenfestsetzungsverfahren richtig erkannt.

Das Steuerrecht ist ein komplexes Thema, insbesondere im Hinblick auf etwaige Fragestellungen im Scheidungsverfahren. Ein im Steuerrecht tätiger Rechtsanwalt kann helfen, Rechtsfragen zu beantworten.

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GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater www.grprainer.com ist eine überregionale, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät. An den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart und London berät die Kanzlei im Kapitalmarktrecht, Bankrecht und Gesellschaftsrecht. Zu den Mandanten gehören Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft, Verbände, Freiberufler und Privatpersonen.

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Kein Versicherungsschutz bei arglistiger Täuschung über Schadenshergang – Versicherungsrecht

Kein Versicherungsschutz bei arglistiger Täuschung über Schadenshergang – Versicherungsrecht

Kein Versicherungsschutz bei arglistiger Täuschung über Schadenshergang - Versicherungsrecht

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http://www.grprainer.com/Versicherungsrecht.html Wird ein Schadenshergang arglistig falsch dargestellt, kann der Versicherungsschutz unter Umständen auch dann entfallen, wenn der Versicherungsschutz bei richtiger Darstellung gegeben wäre.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart www.grprainer.com führen aus: Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe hat durch Urteil (Urteil vom 06.06.2013, Az.: 12 U 204/12) in einem Fall entschieden, in dem der Versicherte gegenüber seiner Jagdhaftpflichtversicherung angeben hatte, er habe seine Jagdhunde an der Leine geführt. Die Hunde sollen die Geschädigte mit dieser Leine umgerissen haben, als sie wegen eines Rehes losgejagten. Diesen Sachverhalt gab der Versicherte auch in seiner Klage auf Deckungsschutz an. Während der Anhörung vor dem Landgericht (LG) gab er dann jedoch zu, dass er bei dem Unfall selbst nicht anwesend gewesen sei.

Das LG hat der Klage mangels nachteiliger Auswirkungen auf die Belange der Versicherung stattgegeben. Dieser Entscheidung ist das OLG in der Berufungsinstanz nun entgegengetreten. Das OLG hat die Klage mit der Begründung abgewiesen, dass eine Befreiung von der Leistungspflicht seitens der Versicherung dadurch erfolgt sei, dass ein arglistiger Verstoß gegen die wahrheitsgemäße Schadensberichterstattung vorliege. Dieser sei auch noch vorsätzlich. Auch bei einer folgenlosen Obliegenheitsverletzung könne nichts anderes gelten, da eine generelle Gefährdung der Interessen des Versicherers nicht auszuschließen sei. Außerdem bestünde ein erhebliches Verschulden des Versicherungsnehmers.

Der Kläger soll den Versicherungsschutz jedenfalls durch die arglistige Handlung verwirkt haben. Dies soll auch dann gelten, wenn der Versicherungsschutz bei richtiger Darstellung gegeben wäre.

In versicherungsrechtlichen Angelegenheiten ist frühzeitige anwaltliche Unterstützung unter Umständen hilfreich, denn bereits bei der ersten Rückfrage des Versicherers nach Eingang des Leistungsantrages, müssen die Weichen für die Durchsetzung der berechtigten Ansprüche richtig gestellt werden. So können beispielsweise Fehler bei der Schadensmeldung und der Einhaltung von Fristen und Formen vermieden werden.

Im Schadensfall berät und vertritt ein im Versicherungsrecht tätiger Rechtsanwalt den privaten und gewerblichen Versicherungsnehmer in allen zentralen Versicherungssparten. Dieser klärt Deckungs- sowie Regressfragen, das Bestehen einer Versicherung und wie sich dies auf die Haftung auswirkt, überprüft den Versicherungsumfang und mögliche Unterversicherungen.

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Schifffahrtskrise hinterlässt ihre Spuren – Kapitalmarktrecht

Schifffahrtskrise hinterlässt ihre Spuren – Kapitalmarktrecht

Schifffahrtskrise hinterlässt ihre Spuren - Kapitalmarktrecht

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http://www.grprainer.com/Schiffsfonds.html Auch die Vega Schifffonds sollen nun nicht mehr laufen. Schon über 3 Schifffonds der Reederei sollen Insolvenz angemeldet haben.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart www.grprainer.com führen aus: Mit Beschluss eröffnete das Amtsgericht Bremen schon im Frühjahr des Jahres 2013 das vorläufige Insolvenzverfahren über die Schiffsfonds MS Vega Dolomit und MS Vega Spinell. Nun soll anscheinend auch der Schiffsfonds MS Vega Zirkon (Az.: 526 IN 13/13) betroffen sein. Die Schiffsfonds der Vega-Reederei sind können der anhaltenden Krise der Containerschifffahrt nicht länger Stand halten.

Betroffene Anleger sehen sich vermutlich mit der bitteren Wahrheit des Totalverlustes ihres eingesetzten Kapitals konfrontiert. Betroffene sollten sich jedoch, anstatt dem voraussichtlichen Untergang ihrer Beteiligungen tatenlos zuzusehen, an einen Rechtsanwalt wenden. Dieser kann überprüfen, ob den Anlegern möglicherweise Ansprüche auf Schadensersatz zustehen könnten.

Bei geschädigten Anlegern von Schiffsfonds ist dies sehr häufig der Fall. Es ist keine Seltenheit, dass es zu Fehlern bei der Anlageberatung kommt. Anlegern sollen zum Beispiel Schifffonds als renditestarke und sichere Kapitalanlage empfohlen worden sein, die sich zur Altersvorsorge eignen würden. Tatsächlich handelt es sich bei der Beteiligung an Schiffsfonds um unternehmerische Beteiligungen, die zwar Chancen aber auch erhebliche Risiken in sich bergen. Diese Risiken können bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Gerade über diese Risiken hätten Anleger im Beratungsgespräch genau aufgeklärt werden müssen.

Ferner besteht die Pflicht, Anleger über geflossene Rückvergütungen aufzuklären, welche an die Bankberater für die Vermittlung fließen. Nur so können Anleger nämlich sie erkennen, ob die vermittelnde Bank möglicherweise ihre eigenen Interessen über die des Kunden stellt.

Nach der Rechtsprechung des BGH kann gerade dies großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben, die bei einer entsprechenden Aufklärung so gar nicht gefallen wäre. In solchen Fällen besteht möglicherweise ein Anspruch auf Rückabwicklung des Geschäfts, d.h. der Anleger soll so gestellt werden, als hätte er sich an der Gesellschaft nie beteiligt.

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Rechtsanwalt hat Beratungspflicht mit Weitblick

Wenn die Beratung des eigenen Rechtsanwaltes zu noch mehr finanziellen Verlusten führt!

Rechtsanwalt hat Beratungspflicht mit Weitblick

Rechtsanwältin Helena Winker, Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte

Ehrliche Beratung baut auf gegenseitiges Vertrauen und das zahlt sich aus. Auch der Beruf des Rechtsanwaltes baut auf dieses Vertrauen auf. Die ordnungsgemäße Beratung des Mandanten gehört zur Kernpflicht eines jeden Rechtsanwaltes. Dabei erfüllt ein Rechtsanwalt seine Beratungspflicht nicht allein dadurch, dass er einzig das durch den Mandanten formulierte Ziel rechtlich bewertet. Ein Rechtsanwalt ist berufen über den Tellerrand hinaus zu schauen, den Sachverhalt genau zu erfragen und eine umfassende Beratung in alle möglichen Richtungen vorzunehmen. Der Bundesgerichtshof hat hierzu folgendes entschieden:
Erst eine unfertige Wohnung gekauft – dann auch noch Schrottberatung erhalten!

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 20.10.1994, IX ZR 116/93, einen Fall aus dem Leben eines Immobilienkäufers und Mandanten zu entscheiden, anhand dessen klar gestellt wurde, was die Beratungspflicht eines Rechtsanwaltes alles umfasst.

In diesem Fall kam der Mandant in die Beratung zu den Rechtsanwälten wegen des Erwerbes einer nicht fertiggestellten Eigentumswohnung. Der Verkäufer der Eigentumswohnung verpflichtete sich die restlichen Innenarbeiten sowie die Außenarbeiten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auszuführen. Als diese Arbeiten nicht vorgenommen wurden, suchte der Käufer der Immobilie einen Rechtsanwalt seines Vertrauens auf. Das Ziel definierte der Mandant klar: Rücktritt vom Vertrag und der Weiterverkauf der Wohnung, denn schließlich hatte er den Kaufpreis bereits gezahlt, dabei benötigte er die Hilfe eines Rechtsanwalts.
Das Anliegen des Mandanten teilte dieser dem Rechtsanwalt mit und hoffte auf den richtigen Rat mit der richtigen Handlung. Allerdings unterlief dem beratenden Rechtsanwalt ein entscheidender Fehler, denn er riet dem Mandanten zum Rücktritt, statt zu einem Schadensersatzanspruch wegen Nichterfüllung des Vertrages. Damit schnitt er dem Mandanten die Möglichkeit einer Geltendmachung des weiteren Schadens ab. Auch riet er ihm nicht vom Weiterverkauf der Wohnung ab.
Somit kam wie es kommen musste: der Mandant verklagte die Rechtsanwaltssozietät auf Schadensersatz wegen Verletzung der Beratungspflicht.

Ein Rechtsanwalt schuldet umfassende und erschöpfende Beratung

Der BGH entschied zu der Beratungspflicht des Rechtsanwaltes wie folgt:

“…der um Rat gebetene Rechtsanwalt ist seinem Auftraggeber zu einer umfassenden und erschöpfenden Belehrung verpflichtet. Der Anwalt muss den ihm vorgetragenen Sachverhalt dahin prüfen, ob er geeignet ist, den vom Auftraggeber erstrebten Erfolg herbeizuführen. Dem Mandanten hat der Anwalt diejenigen Schritte zu empfehlen, die zu dem erstrebten Ziel führen können. Er muss den Auftraggeber vor Nachteilen bewahren, soweit solche voraussehbar und vermeidbar sind. Dazu hat der Anwalt seinem Mandanten den sichersten Weg vorzuschlagen und ihn über mögliche Risiken aufzuklären, damit der Mandant eine sachgerechte Entscheidung treffen kann; Zweifel und Bedenken, zu denen die Sachlage Anlass gibt, muss der Anwalt darlegen und mit seinem Auftraggeber erörtern.”

In dem konkreten Fall hätte eine sachgerechte Beratung wie folgt ausgesehen: Kein Vertragsrücktritt (§ 346 BGB) sondern Schadenersatzanspruch wegen Nichterfüllung (§§ 280, 281 BGB); zugleich abraten von der beabsichtigten Veräußerung der Eigentumswohnung.

Der Mandant formuliert sein Ziel – der Rechtsanwalt muss wissen, ob und wie er auf dem sichersten Weg dorthin kommt
Der Berliner Verbraucheranwalt Dr. Schulte von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte berichtet von seinen Erfahrungen aus mittlerweile unzählbaren Beratungsgesprächen:

“…meist in heller Aufruhr berichten uns unsere Mandanten was ihnen geschehen ist und wen sie zur Rechenschaft ziehen möchten. Als rechtliche Laien stellen sich die Mandanten oftmals einen Weg zum Ziel vor, der so eher in eine Sackgasse führe. Es ist daher unsere Aufgabe den Sachverhalt erschöpfend zu erörtern, richtig zu erfassen, den Mandanten umfassend aufzuklären, zu beraten und ihn unter Berücksichtigung aller rechtlichen Risiken auf dem sichersten Weg zu seinem Ziel zu verhelfen. Dabei muss ein Rechtsanwalt auch mit Ehrlichkeit dem Mandanten gegenübertreten und hat ihn über Risiken und Schwierigkeiten seines Falles knallhart zu belehren. An die Beratungspflicht des Rechtsanwaltes werden hohe Erwartungen gesetzt – in Anbetracht der Konsequenzen einer fehlerhaften Beratung für den Mandanten und im Eigeninteresse des Anwaltes ist dies jedoch auch gerechtfertigt.”

Kaum ein Mandant kann im Voraus sicher sein, ob er an den “richtigen” Rechtsanwalt geraten ist und durch diesen umfassend beraten wird. Fehler werden verziehen, wenn diese ehrlich eingestanden werden. Wenn dann doch einmal das Kind in den Brunnen gefallen sein sollte, so muss auch ein Rechtsanwalt für seine Fehler gerade stehen.

V.i.S.d.P.:

Helena Winker
Rechtsanwältin

Sofortkontakt Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte (030) 71520670
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Die Kanzlei ist seit 1995 schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Kapitalanlagen- und Bankenrechts sowie auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes tätig und vertritt bundesweit die Interessen einzelner Anleger. Ergänzende Absenderangaben mit dem Kanzleistandort finden Sie im Impressum auf unserer Internetseite www.dr-schulte.de

Kontakt:
Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte
Dr. Thomas Schulte
Malteserstrasse 170 / 172
12277 Berlin
+49 (0) 30 71520670
dr.schulte@dr-schulte.de
http://www.dr-schulte.de

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